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Journal

Die Musik ist der Spiegel unserer Laune

Unter den Jugendlichen gibt es viele intensive Musikhörer. Sie mögen kritische Songtexte, überwiegend HipHop und Pop und haben für jede Stimmung die richtige Scheibe.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Besonders über die Musik der Jugendlichen. Viele Erwachsene finden die Musik der Jugendlichen einfach grausam und verstehen nicht, wie man sich so etwas antun kann. Die Jugendlichen allerdings finden ihre Musik super. Dabei sind die Geschmäcker natürlich verschieden. Man hört alles von Soft-Pop, über House und Techno, bis hin zu Rock und sogar Hard Rock. Warum hören sie diese Musik?

Bei unseren Interviews sind wir auf sehr unterschiedliche Antworten gestoßen, bei denen natürlich auch oft sehr oberflächliche dabei waren, wie: "Weil die andere Musik doof ist" oder "Nur so, zum Zeitvertreib". Uns interessieren die seelischen Hintergründe.

Viele hören gar nicht auf die Texte der Verfasser, sondern lassen die Musik einfach im Hintergrund laufen, was eigentlich schade ist, denn viele Musiker geben sich viel Mühe, ihren Texten einen Sinn zu geben, wie zum Beispiel: Die Black Eyed Pease mit ihrer Debüt-Single "Where is the love?", in der sie lautstark das momentane Weltgeschehen, dass Menschen sich gegenseitig töten und die Regierung nichts dagegen unternimmt, kritisieren. Die Black Eyed Pease wollen damit wahrscheinlich erreichen, dass Jugendliche sich dagegen stellen und endlich handeln. Sie selbst haben sich gewundert, dass ihr Lied überhaupt im Radio gespielt wird, da es so kritisch geschrieben ist.

Bei der ganzen Mühe ist es erfreulich, dass es doch so manche gibt, die auch wirklich auf den Text achten. Neben den paar oberflächlichen Musikhörern gibt es auch viele, die die Musik je nach Gemütszustand variieren. So wirken die Lieder für sie aufmunternd oder stressabbauend. Man benutzt die Musik also, um seine Gefühle zu beeinflussen und nicht nur zur Alltagsuntermalung.

Als Beispiel: Einige der von uns Befragten meinten, sie würden die Musik als ,,Gefühlsstabilisator" benutzen, das heißt, wenn sie mal richtig schlecht drauf sind oder total am Boden, machen sie sich gerne mal ein etwas tristeres Lied an. Wenn sie allerdings gut drauf sind, machen sie sich gern mal ein rockiges Lied oder HipHop an.

Am beliebtesten dabei sind HipHop und Pop, wobei Rap, und Rock auch hoch im Kurs stehen. Die Musik dient also dazu, die Gefühle positiv und manchmal auch negativ zu beeinflussen und um den Gefühlen Ausdruck zu verleihen. So wird sich jemand, der gerade eine Beziehung beendet hat, kaum ein schnelles, rockiges Lied anmachen, sondern eher ein langsames, das zu seiner Stimmung passt.

Im Gegenzug wird jemand, der sich gerade in einer glücklichen Situation befindet, nichts Sanftes, Ruhiges hören. Es wird garantiert Party herrschen. Ein Dritter, der sich gerade gestritten hat, der macht sich sicherlich am ehesten aggressive Musik an, um seine Wut zu entladen und sich wieder zu beruhigen. Das zeigt uns, dass Jugendliche ihre Musik wirklich brauchen. Egal, wie schlimm sie ist.

Quellen: MTV, www.Lyriks.de.

Vanessa Hamed, Alexander Ehlert, Julian Breidohr und Annegret Wittfoth, 8 b Gymnasium Farmsen

 

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