Montag, 28. Mai 2012, 19:46

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Journal

Lehrer, fasst euch mal an die eigene Nase!

Viele haben es sicher schon gehört: Die Moral der Schüler ist schlichtweg zu niedrig. Die Lehrer werden nicht ernst genommen, und man macht sich über sie lustig. Im Unterricht wird nicht aufgepasst, sondern gestört, geredet oder Karten gespielt. Hausaufgaben sieht man selten, wenn überhaupt. Und Strafen, wie der Brief an die Eltern, scheinen nichts zu nützen. So sieht es nicht selten in Klassen aus. Deshalb ist dort kein Unterricht möglich, und die Schüler lernen nichts. Da muss es uns nicht wundern, wenn Deutschland bei der Pisa-Studie so schlecht abschneidet.

Doch warum ist dies so? Viele sagen, die Schüler werden nicht richtig erzogen, und man lässt ihnen zu viel Freiraum. Dann bestraft man sie nicht genug und nicht richtig. Und kontrolliert sie auch nicht. Außerdem gucken die jungen Leute von heute viel zu viel Fernsehen oder daddeln am PC.

Dies trifft zwar oft zu, ist aber nur eine Seite. Fragen sich die Lehrer auch mal, was sie tun können? Viele bringen es einfach nicht fertig, den Unterricht so interessant zu gestalten, dass er den Schülern gefällt und sie mitmachen oder sich ihre Probleme anzuhören, um darauf auch einzugehen und sie nicht einfach zu ignorieren. Die Lehrer, die dies nicht zustande bringen, werden dann meist auch nicht mit einer lärmenden Klasse fertig. Zum einen scheinen sie mit der Situation überfordert zu sein, zum anderen fehlt es ihnen an Durchsetzungsvermögen.

Dadurch kommt es dann zu Klassenbucheinträgen und Strafarbeiten, Briefen für die Eltern, Gesprächen mit Schulleitern und Eltern und Vermerken im Zeugnis.

Doch die Eltern, die mit so etwas konfrontiert werden, können auch nicht mehr tun, als ihren Kindern zu sagen, dass sie brav sein sollen. Sie können sich meist gar kein Bild von den Situationen, die in Schule und Unterricht entstehen, machen.

Für ein friedliches Lernen in den Schulen müssen deshalb nicht nur die Schüler sich ändern, sondern auch die Lehrer, indem sie zum Beispiel lernen, mit lärmenden Klassen fertig zu werden und auf Probleme einzugehen.

Eric Tödtmann, 9 a Immanuel-Kant-Gymnasium

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus