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Journal

Was zog Klee und Rilke an den Arno?

Ein Buch, das - ähnlich wie Mary McCarthys gleichnamiger "Klassiker" - in keinem Koffer auf der Fahrt in den Süden fehlen sollte: "Florenz" von Hermann Schreiber, dem österreichischen Autor, der immer wieder mit dem Ex-"Geo"-Chefredakteur und Ex-Spiegelreporter gleichen Namens aus Hamburg verwechselt wird. Das Standardwerk, vor zehn Jahren erstmals erschienen, ist jetzt aktualisiert und neu aufgelegt worden. Die kunsthistorischen Gedanken und Erinnerungen überlässt Schreiber den gängigen, ebenso unentbehrlichen Handbüchern.

Er erzählt von den Menschen, die das alte wie neuere Florenz lebendig werden lassen. Natürlich dürfen die Renaissance-Fürsten nicht fehlen, allein aus dem Stamm der Medici sind im Namensregister 51 Eintragungen verzeichnet, aber auch was einen Metternich oder Thomas Mann, einen Paul Klee oder Rilke an den Arno gezogen hat, wird in dem Band lebendig.

Ein Buch, an dem man sich abends im Hotel oder auf einer lauschigen Terrasse so recht "festbeißen" kann, ehe man dann die vermeintlich vertraute Stadt aus neuer Sicht durchstreift.

  • Hermann Schreiber: "Florenz - Eine Stadt und ihre Menschen". Casimir Katz Verlag, 526 Seiten; 23 Euro.

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