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Journal

Wettbewerb der Schreibtalente

Zum zweiten Mal lobten ZEIT-Stiftung und Hamburger Abendblatt den Schüler-Wettbewerb SCHREIBMAL aus. Das Thema diesmal: Hamburg im Fluss. Und wieder war die Resonanz riesig!

Gut schreiben zu können, das ist mindestens so wichtig, wie gut zu lesen. Diese Überzeugung stand am Anfang von SCHREIBMAL. Als im Herbst 2001 die Diskussion über Leseförderung in Deutschland begann, besann sich die ZEIT-Stiftung auf die ebenso wichtige Fähigkeit des Schreibens.

Gemeinsam mit dem Hamburger Abendblatt initiierte die ZEIT-Stiftung ein Experiment: Sie wollte wissen, wie und was die Hamburger Schülerinnen und Schüler schreiben und ob sie überhaupt noch gern eigene Texte verfassen. So entstand SCHREIBMAL, ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 13 an allen weiterführenden Schulen. Das Thema des ersten Wettbewerbs im August 2002: "Hamburg Underground". Alle Textarten waren erwünscht, Interessierte konnten an einem Schreibworkshop teilnehmen und sich anstiften lassen zum Schreiben. Das Ergebnis überraschte alle, die Initiatoren ebenso wie die Jury: 727 Texte waren bis zum 1. Dezember 2002 entstanden. Das Fazit: breite Schreibbegeisterung und einzelne, überraschende Schreibtalente.

Das wollte ein zweites Mal getestet sein. Im August 2003 wurde SCHREIBMAL erneut ausgelobt, diesmal ging es um "Hamburg im Fluss". Die Spannung war kaum geringer als im ersten Wettbewerb; war es vielleicht nur ein Zufall gewesen, dass so viele Jugendliche teilgenommen hatten? Doch der Funke zündete erneut: Insgesamt 789 Jugendliche schickten ihre Texte an die ZEIT-Stiftung. Darunter waren Beiträge aus Gymnasien, Gesamtschulen und Haupt- und Realschulen.

Die Jury erlebte arbeitsreiche Winterwochen. Im März 2004 standen die Preisträgerinnen und Preisträger fest. Ihre Geschichten fand die Jury nicht minder einfallsreich als die des Vorjahres, sie vergab wiederum 9 Einzelpreise in drei Altersgruppen, in der Stufe "Klasse 9/10" drei Auszeichnungen für gleichwertige Arbeiten. Zu gewinnen gab es Reisen, Autorenlesungen, die Teilnahme an weiterführenden Schreibkursen und Sachpreise. Einzelne Klassen oder Deutschkurse, die geschlossen mitgemacht hatten, bekamen Klassenpreise. Allen winkt außerdem noch ein Teilnahmepreis.

ZEIT-Stiftung und Hamburger Abendblatt wissen nun: SCHREIBMAL ist ein gelungenes Forum für kreatives Schreiben. Wer gewinnt, darf bei sich ein echtes Schreibtalent vermuten. Wer teilnimmt, hat mit Fantasie und Spaß ein eigenes Werk geschaffen. Der Wettbewerb bedeutet immer einen Lernprozess. Besonders dann, wenn Klassen geschlossen daran teilnehmen und über mehrere Wochen gemeinsam an Texten arbeiten. Auf diese Weise wird kreatives Schreiben bei aller Einzelleistung auch ein Gruppenerlebnis.

So viel Erfolg ruft nach Fortsetzung. Es gibt auf jeden Fall einen neuen Wettbewerb nach den Sommerferien 2004. Dann heißt es auf Plakaten in Schulen oder auf der Homepage wieder: SCHREIBMAL!

Alle Texte im Volltext sind auch im Internet zu lesen: www.zeit-stiftung.de/schreibmal

 

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