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Journal

Die guten und bösen Seiten eines Hackers

Nichts ahnend griff ein japanischer User eines Tages auf die Website des Aktionshauses Price Loto zu, als er eine englische Nachricht auf seinem PC empfing. Anschließend verschwanden sämtliche Icons vom Desktop, Dateien ließen sich nicht mehr öffnen und starten, Windows ließ sich nicht mehr herunterfahren - Hacker! In einen fremden Computer, in ein fremdes Netzwerk einzubrechen und Datenspionage auszuüben - für einen echten Hacker kein Problem.

Schon seit Jahren stellen die mysteriösen PC-Experten die Welt der Computer auf den Kopf. Sie kommen an Passwörter ran und richten zum Teil großen Schaden an: Viren, Trojana und flash crashs sind ihre Spezialitäten.

Schon eine einfache E-Mail an einen Hacker reicht aus, um ihm die Möglichkeit zu geben, den fremden PC fernzusteuern. Hacker löschen Tausende von Homepages, verstecken fiese Fallen, in denen beim Hineintappen der PC geschädigt und oft Stück für Stück zerstört wird.

Wahre Hacker programmieren sich ihre Werkzeuge zum Hacken selber. Möchtegernhacker, die einfach schon vorgegebene Scripte benutzen, bezeichnet man als "Script Kiddies". Also kann eigentlich jeder mit etwas Zeit und geeigneten Scripten das Hacken erlernen.

Doch um ein richtiger Hacker zu werden, benötigt man viel Zeit. Etwa drei bis vier Jahre sind nötig, um das Programmieren und alle Tricks zu lernen. Deshalb würden auch nur wenige Leute sagen, dass Hacker nichts im Kopf haben, denn um das Wissen eines Hackers zu haben, gehört schon sehr viel. Hacker entwickeln unschätzbare Fähigkeiten und Professionalität.

Niemals würde jemand zugeben, dass er ein Hacker ist, das wäre für die Person viel zu gefährlich.

Im geringsten Fall dürfte er für viele Jahre keinen PC und kein Handy mehr besitzen und käme im schlimmsten Fall jahrelang hinter Gitter.

In einer Untersuchung wurde anhand von Fragebögen an Gerichte, Staatsanwaltschaften und auch Täter festgestellt, dass ein durchschnittlicher Hacker 16 bis 21 Jahre alt ist und noch bei seinen Eltern lebt. Die meisten Hacker sind männlich, die wenigen weiblichen Hacker werden als Haecksen bezeichnet.

Da täglich rund 2,5 Millionen Hackangriffe allein in Deutschland stattfinden und 90 Prozent davon erfolgreich sind, ist es besonders wichtig, sich zu schützen. Am besten mit Antivirustools, die jeden Virus auf der Festplatte erkennen: "Firewalls", die Hackerangriffe abblocken, oder "Anonym & Proxies", die sämtliche andere Informationen verschleiern.

Außerdem gibt es sehr viele Handbücher zu kaufen, in denen Hinweise sind, wie man sich richtig schützen kann. Das Wort Hacker stammt aus dem englischen "to hack", was eine Anspielung auf das Rumhacken auf der Tastatur ist. In der Frühzeit der Computergeschichte bezeichnete Hacker jemanden, der exzellente Programmierkenntnisse besaß.

Daraus entwickelte sich dann ein zwanghafter Programmierer und führte schließlich zu dem heute bekannten Hacker, der seine jahrelang geübten Kenntnisse missbraucht. Natürlich nicht immer. Es gibt auch Hacker, die ihre Fähigkeiten in guten Absichten einsetzen. Zum Beispiel der Chaos Computer Club ist ein deutscher Verein für und von Hackern. Die Ziele: Informationsfreiheit und Kommunikation. Es gibt kleinere "Chaos Treffs" und einmal im Jahr den "Chaos Communication Congress".

Es gibt Foren im Internet, in denen sich Hacker treffen, um das Hacken allgemein und Neuigkeiten zu diskutieren. Um Hackern auch mal in ein positives Licht zu rücken: Hacker hacken sich auch in andere PCs ein, um Leuten zu helfen und Fehler zu beseitigen.

Benjamin Mählmann, 9 b Gesamtschule Eidelstedt

 

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