Kämpfer mit großem Mut
Taekwondo ist eine aus Korea stammende Selbstverteidigungskunst, die weltweit sehr beliebt ist. Übersetzt bedeutet Taekwondo "die Kunst des Hand- und Fußkampfes". Diese Kampfsportart hat sich über fast zwei Jahrhunderte in Korea selbstständig entwickelt. Im Gegensatz zum Karate oder anderen Kampfkünsten bevorzugt man beim Taekwondo die Fußtechniken.
Alle Bewegungen gehen von der Verteidigung aus, und es gibt kaum ein Körperteil, das beim Taekwondo nicht als Abwehrwaffe ausgebildet wird. Es ist so ein kraftvoller Sport, dass es gefährlich ist, seine Wirksamkeit an Personen zu testen. Man sollte seine Fähigkeiten nur im äußersten Notfall anwenden.
Bekannt machte diese Kampfkunst Kyong Myong Lee, der 1936 in Korea geboren wurde. Mit 30 Jahren zog er nach Österreich, wo er Taekwondo-Schulen aufmachte und unterrichtete. Später tat er das Gleiche in Deutschland, Polen und anderen Ländern. Heute gehört Taekwondo zu den bekanntesten Kampfsportarten weltweit.
Es gibt beim Taekwondo zwei Arten von Wettkämpfen. Die eine Art ist der Kyorusi (freie Kampf) und die andere ist der Bruchtest. Beim freien Kampf werden alle Techniken, die der Schüler im Training bisher gelernt hat, angewendet. Er fordert von den Kämpfern sehr gute Kondition, schnelle Reaktion, Selbstdisziplin und großen Mut. Der freie Kampf ist gefährlich, deshalb sollte man Schutzkleidung - eine gepolsterte Weste und Kopfschutz - tragen.
Die zweite Art des Wettkampfes ist der Bruchtest. Diese Disziplin zählt zu der am wenigsten praktizierten Art des Wettkampfes. Hier werden Steine oder Bretter entweder mit Füßen oder Händen zerschmettert. Das erfordert hohe geistige Konzentration, mit der man fast unglaubliche Kräfte erreichen kann. Dadurch wird gezeigt, wozu Geist und Körper in der Lage sind. Der Wettkampf findet auf einer Kampffläche statt, die acht mal acht Meter groß ist. Außerhalb der Kampffläche sitzen Trainer, Punktrichter und Sanitäter.
Man kämpft drei Runden, und jede Runde geht über drei Minuten. Nach jeder Runde gibt es eine Minute Pause. Für das sportliche Verhalten der Kämpfer ist ein Kampfleiter zuständig.
Ich mache selber Taekwondo, weil mich dieser Sport durch seine Vielfältigkeit begeistert hat.
Pitt Schipplick, R 10 Schule Leuschnerstraße



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