Ein Lexikon, das viel verspricht, aber nichts hält
Bereits 1978 hat der renommierte Reclam-Verlag einen so genannten Kriminalromanführer veröffentlicht, der wenig zufrieden stellen konnte. Doch mit dem zweiten Aufguss, "Reclams Krimi-Lexikon", bietet Herausgeber Klaus-Peter Walter der Leserschaft auf 485 Seiten bestenfalls Kreisklassenniveau. Häufig fehlen biografische Daten, oder sie sind falsch, das gilt auch für bibliografische Angaben. Im Vorwort heißt es, das Buch wolle helfen, dem Leser "eine Bresche zu schlagen" in dem großen Feld der Kriminalliteratur. Herausgekommen ist ein Kahlschlag: Es fehlen bedeutende Autoren zuhauf, das Fundament des Genres wird mit Füßen getreten. Nicht erwähnt werden etwa: Thomas Adcock, James Lee Burke, Michel Connelly, Robert Crais, Thomas Hettche, Richard Hey, Dennis Lehane, Elmore Leonard, William Marshall, Jerry Oster, Robert B. Parker - und viele mehr. Wer ein aussagekräftiges Nachschlagewerk sucht, muss weiter warten.
Reclams Krimi-Lexikon hrsg. von Klaus-Peter Walter, Reclam-Verlag, 485 Seiten; 28,90 Euro.



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