Eigentlich sollte es im Mittelmeerraum heißer und trockener werden - so weit die Prognosen zum Klimawandel. Stattdessen leiden die Italiener in...
Eigentlich sollte es im Mittelmeerraum heißer und trockener werden - so weit die Prognosen zum Klimawandel. Stattdessen leiden die Italiener in diesen Tagen unter Sturm, Kälte und Dauerregen. Die Lagunenstadt Venedig stand gestern - und das ist eher ungewöhnlich für die Jahreszeit - unter Wasser.
Aber was kümmert Liebende die eiskalten Meeresfluten? Ein Paar ließ sich auch vom schlechten Wetter nicht davon abhalten, auf dem menschenleeren Markusplatz einen innigen Kuss zu genießen. Barfuß steht es im Wasser und schert sich nicht um die Erkältungsgefahr.
Das Wetter spielt in diesem Frühjahr verrückt. Während der Norden schwitzt, bibbert der Süden. "Vom Berliner Raum bis nach Polen ist es sogar wärmer als zurzeit in Spanien oder Italien, wo sich Tiefdruckeinfluss hält", sagt Meteorologe Jürgen Weiss vom Wetterdienst Meteomedia. Außerdem hängen dicke Wolken über dem Mittelmeer und bewegen sich nur langsam vorwärts. Regen und Sturm haben in Italien sogar schon zwei Menschen das Leben gekostet. So wurde ein Parkwächter in Palermo von einem Ast erschlagen, und ein Rentner starb bei Messina unter einem Eisentor, das der Wind aus den Angeln gehoben hatte. In Norditalien führten die Regenfälle zu Erdrutschen und Überschwemmungen. In Turin ist der Fluss Po über die Ufer getreten und hat Teile des Zentrums überschwemmt.














