Klimawandel beschleunigt sich
Deutschland heizt sich auf - wärmster April seit 1890
Der Klimawandel in Deutschland hat sich beschleunigt. Auch das Jahr 2008 war mit einer Durchschnittstemperatur von 9,5 Grad wieder zu warm, betont der Deutsche Wetterdienst.
Foto: DDP
Offenbach. Der Klimawandel in Deutschland hat sich beschleunigt. Auch das Jahr 2008 war mit einer Durchschnittstemperatur von 9,5 Grad wieder zu warm, betont der Deutsche Wetterdienst (DWD) - das Mittel der vergangenen 120 Jahre liegt bei 8,3 Grad. 2008 war das neuntwärmste Jahr seit 1901, europaweit sogar das zweitwärmste. Und der April 2009 könnte der wärmste April seit 1890 werden.
Um die Erwärmung in erträglichen Grenzen zu halten, müsse der Ausstoß von Kohlendioxid "weiterhin mit aller Kraft verringert werden", betont der DWD. Die Wetterexperten der Nation warnen vor allem vor heißeren Temperaturen in Großstädten. So rechnen die Offenbacher Meteorologen damit, dass in 40 Jahren im benachbarten Frankfurt sehr viel häufiger die 25-Grad-Marke überschritten werden wird. Derzeit sind im Schnitt 46 Tage pro Jahr entsprechend heiß, anno 2050 könnten es 58 bis 72 Tage sein.
"In diesen Ergebnissen steckt Sprengkraft", betont DWD-Präsident Wolfgang Kusch, sie müssten Konsequenzen für die Stadtplanung haben, etwa in Form von mehr Grünanlagen und Schattenzonen. Gesundheitsschäden durch längere Hitzeperioden würden deutlich zunehmen.



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