Kommentar: US-Airline reduziert Treibstoffreserve
Sicherheit geht über Sparwut
Wer den Begriff Billigflieger googelt, landet im Internet 2 140 000 Treffer. Fliegen ist so billig - gewesen. Der steigende Kerosinpreis bringt die gesamte Luftfahrtbranche in Turbulenzen.
Die bedrängten Fluggesellschaften steuern verzweifelt gegen und schöpfen die üblichen Einsparpotenziale aus: Mitarbeiterentlassungen, Reduzierung des Streckennetzes, Ausmusterung von Flugzeugen. Darüber hinaus lässt sich auch anders Kasse machen: mit Kerosinaufschlägen, Buchungs- oder Gepäckgebühren, Serviceentgelten für Snacks und Sitzplatzreservierungen oder Aufgeld bei Kreditkartenreservierungen. Geschenkt. Das regelt der Markt. Kriminell wird es allerdings, wenn die Sparwut über die Sicherheit siegt und das für Passagiere nicht einmal ersichtlich ist. Berichte, dass die erste US-Airline bereits die Treibstoffreserven herunterfährt, nur um Gewicht und damit Kerosin zu sparen, müssen die Aufsichtsbehörden alarmieren. Das Problem dürften aber auch hier weniger die Vorschriften sein, sondern die Kontrolle.


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