ADAC Nebenkosten in Europa im Test
So teuer wird der Urlaub
Der neue Geheimtipp für die Ferien: Campen und Kosten in Polen am günstigsten.
München. Das sonnige Pfingstwetter macht Lust auf Urlaub. Wer in diesen Tagen Kataloge wälzt, oder vielleicht sein Urlaubsziel in Deutschland schon einmal testet, sollte dabei die Nebenkosten nicht aus dem Blick verlieren. Die gute Nachricht: Deutschland gehört eher zu den günstigen Ländern in Europa. Frankreich ist am teuersten, Polen am preiswertesten.
Der ADAC verglich die Urlaubsnebenkosten in 50 beliebten europäischen Tourismusorten. Überprüft wurden die Preise an jeweils fünf Orten in zehn Ländern. Für den Vergleich kauften Tester typische Waren ein - 48 Produkte von der Kugel Eis über eine Badehose bis hin zum Liegestuhl am Strand. Durchschnittlich wurden für die Waren im 323 Euro ausgegeben. In Polen mussten für den Warenkorb nur 261 Euro gezahlt werden, in Frankreich waren es dagegen 402 Euro. Nach der ADAC-Studie ist Ustka an der polnischen Ostseeküste der günstigste Ort. Am teuersten ist der Urlaub derzeit in Frankreich - mit Arcachon am Golf von Biscaya. Hier die ADAC-Liste: Polen (81 Prozent des Warenkorb-Mittelwerts), Griechenland (87 Prozent), Portugal (91), Spanien (92), Türkei (93), Deutschland (96). Über dem Mittwert liegen Kroatien (105 Prozent), Italien (112), Dänemark (117) und Frankreich (125).
Auch bei den Campingplatz-Preisen gibt es große Unterschiede innerhalb Europas. Am tiefsten in die Tasche greifen müssen Camping-Urlauber demnach in Italien, wo im Schnitt 41 Euro pro Nacht fällig werden. Auf Sardinien und Elba sowie in der Toskana müsse gar mit mehr als 50 Euro pro Nacht gerechnet werden. Am unteren Ende der Preisskala steht wieder Polen mit durchschnittlich 21,90 Euro pro Übernachtung. Dabei haben die Platzbetreiber nach ADAC-Beobachtung in den wichtigsten Urlaubsländern ihre Gebühren zur Saison 2008 nur moderat angehoben: In Österreich stiegen sie um fünf Prozent, in der Schweiz um vier und in Deutschland um ein Prozent. In Deutschland verlangen die Betreiber der Campingplätze im Schnitt 24,20 Euro pro Nacht. Damit sei die Bundesrepublik das drittgünstigste Campingland in Europa, so der Automobilklub. Neben Polen sei lediglich Ungarn mit 23 Euro pro Nacht noch günstiger.
Über dem europäischen Durchschnittspreis von 30,50 Euro pro Nacht liegen dagegen zum Beispiel Spanien (37,40 Euro), Dänemark (35,70 Euro), Kroatien (33,40 Euro) und Frankreich (32,30 Euro). Zwischen Ärmelkanal und Cote d'Azur sei das Preisgefälle zwischen teuren Küsten und günstigem Inland besonders groß.


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