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Aus aller Welt

38 Millionen Euro: So viel gab es im deutschen Lotto noch nie zu gewinnen

Die Formel zum Rekord-Jackpot

Wie Sie das Glück theoretisch bezwingen. Und was man mit so viel Geld anfangen kann.

Frankfurt/Hamburg. Jetzt sind es schon 38 Millionen Euro: Morgen wartet der größte Jackpot der deutschen Lottogeschichte auf einen Gewinner, denn auch am Mittwoch hatte kein Tipper sechs Richtige plus Superzahl. Die wichtigsten Fragen:

Wie groß ist die Gewinnchance?

Nur eine von knapp 140 Millionen möglichen Zahlenkombinationen gewinnt den Jackpot. Es gibt genau 139 838 160 Möglichkeiten für sechs Richtige mit Superzahl. Da wird man eher vom Blitz erschlagen: Der amtlichen Todesursachenstatistik zufolge kommt im Schnitt je einer von 24 Millionen Bundesbürgern auf diese Weise ums Leben. Die Gefahr, vom Blitz erschlagen zu werden, ist also rein rechnerisch fast sechsmal so groß wie die Chance, den Lotto-Jackpot zu knacken.

Wie viele Tippscheine müsste ich ausfüllen, um zu gewinnen?

Das Abendblatt sprach mit Mathematik-Professor Hans Daduna (60) von der Universität Hamburg. Er sagt: "Legt man einen Tippschein mit je zwölf Feldern zugrunde, müsste man allein schon 1 165 318 Scheine ausfüllen, um alle 13 983 816 Kombinationen abzudecken, die bei "6 aus 49" (ohne Superzahl) möglich sind. Da jeder Schein aber eine andere mögliche Superzahl (die letzte Ziffer der Losnummer, also 0 bis 9) aufweist, muss jeder Schein mit einer anderen Endziffer abgesichert werden. Sie müssen also fast zwölf Millionen Tippscheine (genau: 11 653 180 Stück) ausfüllen, um sicher zu gewinnen." Der Kostenpunkt: 104 878 620 Euro plus Bearbeitungsgebühren (in Hamburg 50 Cent pro Tippschein) - ein denkbar schlechtes Geschäft, zumal das Ausfüllen der Scheine schon rund 125 Jahre dauern würde . . .

Was kann ich mit 38 Millionen Euro alles machen?

Eine Boeing 737-600 (47 Millionen Dollar) kostet Sie wegen der Dollarschwäche nur 31,6 Millionen Euro. Sie können aber auch einen Ausflug zur Raumstation ISS für 27 Millionen Euro buchen und hätten noch mehr als genug übrig, um Londons teuerste Wochnung (acht Millionen Euro) zu kaufen. Wer die Royal Suite des 7-Sterne-Hotels Burj al Arab in Dubai bevorzugt, zahlt pro Nacht 10 600 Euro und kann fast zehn Jahre lang dort leben. Oder Sie kaufen Michael Jacksons Neverland-Ranch (19 Millionen Euro) und feiern vom Rest 33 Silvesterpartys mit Paris Hilton (sie nimmt jeweils eine Million Dollar Gage). Als Abendblatt-Leser können Sie sich vom Jackpot übrigens genau 42 222 222 Exemplare Ihrer Lieblingszeitung leisten.

Was passiert, wenn der Jackpot wieder nicht geknackt wird?

Sollte bis zum 12. Dezember niemand die sechs richtigen Zahlen und die passende Superzahl haben, kommt es zu einer Zwangsausschüttung. Dann reichen schon sechs Richtige ohne Superzahl, um den Jackpot zu knacken und die Millionen einzuheimsen. Hat kein Tipper sechs Richtige, geht das Geld an die nächste Gewinnklasse (fünf Richtige mit Zusatzzahl).

Was heißt eigentlich Jackpot?

Ursprünglich stammt der Begriff aus einer speziellen Eröffnung des Pokerspiels: Vor dem Austeilen der Karten zahlen die Spieler Geld in ein Gefäß (pot). Das Spiel darf nur eröffnen, wer zwei Buben (jack) auf der Hand hat. Trifft dies auf keinen Spieler zu, ist die Runde beendet. Die Einsätze werden dann erst ausgezahlt, wenn ein Spieler eine Pokerrunde gewonnen hat.hpmp, hpsb

 

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