Ein geldgieriger König ließ die reichen Templer verhaften
Der Templerorden war der erste geistliche Ritterorden. Er wurde 1120 in Jerusalem gegründet und diente dem Schutz christlicher Pilger auf ihrer Reise ins Heilige Land. Der heilige Bernhard von Clairvaux warb für die bis dahin verpönte Verquickung von Soldatentum und geistlichem Stand. Der Großmeister des Ordens hatte seinen Sitz auf dem Jerusalemer Tempelberg an der Al-Aksa-Moschee - daher der Name "Templer" oder "Tempelritter". Die Templer erhielten in einer Zeit der Kreuzzugs- und Heilig-Land-Begeisterung zahlreiche Stiftungen und Privilegien. Zudem verstanden sie es, durch Innovationen in der Landwirtschaft und durch Finanztransaktionen sehr reich zu werden. Direkt dem Papsttum unterstellt, war der wohlhabende Orden den neuen Nationalstaaten ein Dorn im Auge. Um die Güter der Templer konfiszieren zu können, ließ der klamme König Philipp IV. am 13. Oktober 1307 alle 2000 Ordensmitglieder in Frankreich verhaften. Eine förmliche Verurteilung durch den Papst blieb aus, jedoch löste Clemens V. den Orden 1312 auf.


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