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Aus aller Welt

Kabel an neuem Rechner für die ISS durchtrennt

Es ist vermutlich der erste Fall von Technik-Sabotage in der US-Raumfahrt. In einem Computer, der am 7. August mit der Raumfähre "Endeavour" zur Internationalen Raumstation ISS gebracht werden soll, wurden Kabel durchschnitten. Ein zweiter Rechner wurde zudem von einem Angestellten beschädigt. Das Gerät war allerdings nicht für die ISS bestimmt.

Der zerstörte Rechner wurde von einem Zulieferunternehmen hergestellt. Die durchtrennten Kabel seien leicht zu erkennen gewesen und schnell entdeckt worden, sagte ein Nasa-Manager in Florida. Auch wenn der Fehler nicht gefunden worden wäre, hätte weder für die "Endeavour" noch für die ISS eine Gefahr bestanden.

Der Computer sollte eingesetzt werden, um Daten von Sensoren auf der Außenhülle der ISS zu sammeln und auszuwerten. Diese Sensoren messen Vibrationen und Kräfte, wie sie beispielsweise Kleinstteilchen im All beim Aufprall auf die ISS verursachen. Derzeit werden die Daten in den Sensoren gespeichert und sind nicht unmittelbar abrufbar.

Trotz der Sabotage soll der bisherige Fahrplan zum Start der "Endeavour" eingehalten werden. Der Computer werde repariert und die Raumfähre planmäßig zur ISS abheben, sagte Nasa-Manager Bill Gerstenmaier.

Das Raumschiff mit sieben Astronauten an Bord soll Ersatzteile und neue Instrumente zur ISS bringen. Die "Endeavour" war seit mehr als vier Jahren nicht mehr im All. Sie sei grundlegend überholt und wie zuvor andere US-Shuttles mit neuer Sicherheitstechnik ausgestattet worden. Bei der anstehenden Mission soll sie elf Tage im All verbringen. Mindestens drei Außeneinsätze an der ISS seien für die Astronauten vorgesehen. (rtr/dpa)

Bei einer schweren Explosion auf einem Flughafen in der kalifornischen Mojave-Wüste, wo auch Raketen für den kommerziellen Weltraumflug getestet werden, sind drei Menschen getötet worden. Die Firma gehört dem Raumfahrtpionier Burt Rutan (64), der mit dem Rakentenflugzeug "SpaceShipOne" 2004 zweimal in den Weltraum vorstieß.AP, dpa

 

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