Prag trauert um "Gaston"
Prag. Der Zwergseebär "Gaston" aus dem Prager Zoo, der bei Wittenberg aus der Elbeflut gerettet worden war, ist tot. Er starb gestern auf dem Rücktransport nach Prag. Der zehnjährige Bulle, eine der Hauptattraktionen des Prager Zoos, war vor einer Woche vom Hochwasser der Moldau mitgerissen worden, als dieses große Teile der tschechischen Hauptstadt überschwemmte. Fünf Tage später und rund 250 Kilometer elbabwärts entdeckte ein Kleingartenbesitzer das erschöpfte Tier. Ein Tierarzt habe eine blutende Nase festgestellt, doch sei "Gaston" bei der Übernahme durch Mitarbeiter des Prager Zoos in gutem Zustand gewesen. Er habe geschlafen, aber nicht gefressen. Experten vermuten, dass das Tier an einer Vergiftung durch belastetes Elbwasser gestorben ist. "Es ist so schade, er hätte als Held nach Prag zurückkehren und ein positives Omen darstellen können", sagte ein Sprecher des Zoos.


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