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Aus aller Welt

"Hilfe für Freunde": 120 000 Euro für die Opfer

Hamburg. Knapp drei Wochen sind vergangen, seit der Hurrikan "Katrina" mit seiner zerstörerischen Kraft über New Orleans hinwegtobte. New Orleans ist noch immer nicht bewohnbar, und auch den kleineren Städten, die verwüstet wurden, geht es nicht besser. Das Schicksal der Menschen, die mit ansehen mußten, wie ihr Hab und Gut weggespült wurde, die Freunde und Verwandte vermissen, die keine Heimat mehr haben, hat in den vergangenen Wochen auch viele Hamburger bewegt. So sehr, daß auf dem Spendenkonto "Hilfe für Freunde", das von Arbeiter-Samariter-Bund, Hamburger Abendblatt und Hamburger Persönlichkeiten gegründet wurde, 120 000 Euro eingegangen sind.

"Rund 2000 Hamburgerinnen und Hamburger haben damit ein Zeichen der Solidarität gegenüber unseren amerikanischen Freunden gesetzt", sagte ASB-Geschäftsführer Knut Fleckenstein. Der ASB garantiere, daß die Summe zu 100 Prozent den Menschen in der Region New Orleans zugute kommen werde.

Für die Aktion "Hilfe für Freunde" beginnt nun der nächste Schritt: In der nächsten Woche wird die US-Hilfsorganisation ACTS (Adventist Community Team Service) das Geld erhalten haben. Damit soll die Arbeit der vielen hundert ehrenamtlichen Helfer von ACTS in dem Ort Waveland, 55 Kilometer östlich von New Orleans, unterstützt werden.

Ein amerikanischer Reporter, der am 1. September aus Waveland berichtete, sagte damals "Waveland gibt es nicht mehr." Die 7000-Einwohner-Stadt wurde durch den Hurrikan vollkommen zerstört. Brian Mollere, ein Bewohner von Waveland, beschrieb damals den Geruch des Ortes als "eine Mischung aus feuchtem Bauholz, Erdgas und faulem Fleisch".

In dieser Situation kam ACTS in die kleine Stadt, verteilte Wasser, Essen und Kleidung. Seit zwei Wochen unterhält die Hilfsorganisation eine Suppenküche für die Notleidenden. Heinz-Hartmut Wilfert von ADH (Aktion Deutschland Hilfe) hat das Hilfslager besucht: "Hier ist jede Hilfe notwendig. Die Menschen kommen hierhin wie zu einem Drive-in - mit dem Auto oder meist zu Fuß." Die Amerikaner seien dankbar für jede Art von Hilfe, die ihnen jetzt zuteil würde, so Wilfert. Die meisten Menschen lebten noch immer unter Plastikplanen.

Die Hamburger Spendengelder sollen daher für Zelte und für Nahrung ausgegeben werden. Experten rechnen damit, daß es noch Monate dauern wird, bis die Bewohner von Waveland wieder für sich selbst sorgen können.

 

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