Boxen verboten: Polizei rettet Orang-Utans
Thailand: Sieg für Tierschützer - 110 Menschenaffen in Safaripark beschlagnahmt.
Bangkok. Endlich! Nach heftigen Protesten von Tierschützern wurden in Thailand jetzt Boxkämpfe zwischen Orang-Utans verboten. Die Polizei habe das Spektakel in einem thailändischen Safaripark beendet und 110 illegal eingeführte Orang-Utans beschlagnahmt, nachdem es immer wieder Vorwürfe wegen Quälerei der Tiere gab, berichtet die "Bangkok Post".
Cyril Rosen von der Internationalen Liga zum Schutz der Menschenaffen nannte die Vorführungen im Park Safari World am Donnerstag "empörend". Beunruhigend sei nicht nur, dass die Tiere zur Belustigung der Touristen lächerlich gemacht würden. Auch verlören die Affen ihre Elterninstinkte, da sie bereits in früher Jugend auf die Kämpfe abgerichtet würden. Dies senke später ihre Chancen auf Fortpflanzung.
Die Verantwortlichen des Safari-Parks versicherten dagegen, die Kämpfe seien nur Schau, die Orang-Utans würden sich dabei nicht verletzen. Bei den täglichen Vorführungen traten die Affen in Shorts und mit Boxhandschuhen im Ring gegeneinander an und schlugen wild aufeinander ein.
Der nach eigenen Angaben beliebteste Safaripark Thailands wies die Vorwürfe zurück. Er hätte die Darbietung schon früher untersagt, wenn sie wirklich brutal wäre, sagte der Leiter des Parks, Pin Kewkacha. Die Meinungen der Touristen über die Kämpfe, bei denen die Affen mit Fäusten, Ellbogen und Füßen losprügeln, gehen weit auseinander. "Es geht nur um Schlagen und Gewalt", meinte ein Besucher aus Kalifornien. Er bezeichnete das Spektakel als ungeeignet für das überwiegend junge Publikum. Dagegen hielt ein britisches Urlauberpaar die Darbietung für einen "harmlosen Spaß". Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht.


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