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Aus aller Welt

Gestern auch gelacht?

Sonntag war Weltlachtag, aber Deutsche lachen immer weniger

Hamburg. Lachen, bis einem die Tränen kommen, kichern, bis man Bauchschmerzen bekommt, und gackern, bis man sich auf dem Boden wälzt - diese Zeiten sind lange vorbei. Angesichts von lahmender Konjunktur, Irak-Krieg und allgemeiner Krisenstimmung ist den Deutschen das Lachen fast vergangen. Studien zufolge hat die tägliche Gesamtlachdauer in den vergangenen 40 Jahren von 18 auf sechs Minuten abgenommen. Das könnte ernste Folgen haben: Denn Lachen ist bekanntlich "die beste Medizin". Das ist nicht nur eine Volksweisheit, sondern auch wissenschaftlich bewiesen - von den so genannten Gelotologen. Seit den 60er-Jahren, als der amerikanische Journalist Norman Cousins mit Lachen eine lebensbedrohliche Erkrankung therapierte, analysieren Lachforscher die Wirkung von Humor und Heiterkeit. Ergebnis: Lachen vermindert die Ausschüttung von Stresshormonen, senkt den Blutdruck, stärkt das Immunsystem und macht einfach glücklich. Das hatte auch der indische Arzt Madan Kataria beobachtet, der Lachen 1995 zum Volkssport machte. Er gründete Lachclubs (in Hamburg gibt es nur noch einen), rief den Weltlachtag ins Leben, der gestern zum sechsten Mal stattfand, und verbreitete seine Lehre über die ganze Welt. Das Prinzip des Lachdoktors: Mit psychologischen Tricks und Rollenspielen wird künstliche Heiterkeit erzeugt, die - wie beim Lachsack - in echtes Gelächter umschlägt. Hört sich albern an - ist es auch. Warum aber auch nicht, wenn es gegen schlechte Laune hilft und gesund ist. Nicht zu vergessen die positive Ausstrahlung auf Kollegen und Chefs. Manch einem haben Humor und Heiterkeit auch schon zur Karriere verholfen. Schließlich heißt es in einem volkstümlichen Kanon: "Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König."

 

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