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Aus aller Welt

Entdeckt: Der Monster-Saurier

Größtes Raubtier der Erde in Mexiko ausgegraben. Ein Riesenerfolg für deutsche Forscher

Mexiko-Stadt/Karlsruhe. Er war so lang wie ein Eisenbahnwaggon. Allein sein Schädel hatte mit 3,5 Metern die Größe eines Kleinwagens. Die Forscher hielten den Atem an, als sie die wahre Größe des Giganten erkannten. Paläontologen des Naturkundemuseums Karlsruhe haben in Mexiko Überreste eines gewaltigen Meeressauriers gefunden. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die größten Raubtiere, die je auf der Erde lebten, berichtet das Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Mit bis zu 25 Meter Länge waren die Reptilien aus der Gruppe der Pliosaurier größer als heutige Pottwale.

Mit vier flügelartigen Flossen durchpflügten Pliosaurier vor 150 Millionen Jahren die Meere und machten Jagd auf Haie, große Tintenfische und andere im Wasser lebende Saurierarten.

Bei dem in Mexiko entdeckten Exemplar handelt es sich wahrscheinlich um ein Jungtier, das nach ersten Schätzungen eine Länge von 18 Metern und ein Gewicht von mehr als 50 Tonnen hatte. Was diesen Fund so einzigartig macht, ist sein Zustand.

"Bisher sind nur Fragmente von Pliosauriern gefunden worden, an unserem Ort dagegen liegt ein fast komplettes Exemplar begraben", sagt Eberhard Frey vom Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe.

Der Deutsche war zusammen mit anderen Forschern in der Nähe des Dörfchens Aramberri im Nordosten Mexikos auf die Überreste der Kreatur gestoßen, der sie den Namen "Monster von Aramberri" gaben. Die ersten Versteinerungen des Tieres wurden bereits 1982 entdeckt, damals jedoch als Fossilien eines Dinosauriers missgedeutet. Inzwischen haben Frey und seine Kollegen mehr als eine Tonne Gestein mit den Knochen des Ungetüms geborgen und in 14 Kisten verpackt. In Deutschland soll das Urzeit-Ungetüm jetzt erstmals exakt rekonstruiert werden.

Bei der Untersuchung des Skeletts förderten die Wissenschaftler Erstaunliches zu Tage. Im Schädel des 18 Meter großen Monsters klafft ein Loch von zehn Zentimter Durchmesser. Forscher Frey: "Die Verletzung muss es sich im Kampf zugezogen haben. Und: Wenn ein solch großes Tier von einem anderen derart gebissen wird, dann muss der Beißer noch deutlich länger gewesen sein." Das Loch im Schädel zeuge vom Angriff eines mindestens 25 Meter großen Tieres.

Ob die schwimmenden Reptilien um Revier oder Weibchen kämpften, wird wohl nie mehr geklärt werden können.

 

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