Bello ist out: Promi-Namen für Hunde
Mach Männchen, Angela!
Hamburg. Zwei Meldungen bereiten uns dieser Tage große Sorge. Zwei Meldungen über unsere besten Freunde. Der Handel mit billigen Rassehunden aus osteuropäischen Zuchtfabriken boomt . Und unsere britischen Freunde benennen ihre vierbeinigen Freunde nach fragwürdigen Zeitgenossen. Sie gehen Gassi mit "Tyson", "Harry", "Paris" und "Britney".
Sie erinnern sich nicht an Tyson? An den Boxer, der gern an den Ohrläppchen seiner Gegner kaut? Ihnen sagt Britney nichts mehr? Keine Haare, kein Hirn, kein Höschen?
Wir haben Angst. Angst, deutsche Tierfreunde könnten dem britischen Beispiel folgen, würden Tiere nach unseren Idolen nennen. Das genau haben die Briten nämlich getan. In ihre Top Ten geschafft haben es neben Mike Tyson und Britney Spears, deren Popularität ansonsten im Sturzflug ist: "Harry" - ob der Zauberer Potter oder der Zauderer aus dem Königshaus als Namensgeber ausgesucht wurden, verheimlicht uns die Studie. Dann gibt es noch Ozzy (Osbourne), einen abgehalfterten Rocksänger, und Fußballer, von denen der eine inzwischen so mies kickt, dass er sich sein Geld in den USA verdienen und seine Frau wieder singen muss.
Okay - Bello, Hasso oder Waldi gehen heute auch nicht mehr. Aber muss es gleich Dieter ein? Ey, Bohlen, hol Stöckchen?
Wir kennen Hunde als treue, anhängliche Wesen, die einen putzig anschauen. Das kommt Ihnen bekannt vor? Trotzdem müssen Sie Ihren süßen Labradorwelpen nicht gleich Angela nennen.
Wir kennen Hunde, deren Schwänzchen wedelt, wenn sie sich freuen. Das ist dennoch kein Grund, den kleinen Süßen "Klaus, das ist auch gut so" zu rufen.
Wir kennen Hunde, die knurren, wenn sie Fremde erblicken. Aber müssen Sie ihn deshalb "Münte" taufen?
Ganz anders verhält es sich mit dem schönen deutschen Namen Kurt. Wie man auf die Idee kommen konnte, den Problembären Bruno zu nennen, ist uns bei der Alternative bis heute ein Rätsel.


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