14.07.05

Im Griff von Scientology?

Tom Cruise soll seine Verlobte in den Bann der Sekte gezogen haben. Sie wirkt willenlos und entmündigt.

Von Heiko Roloff
Foto: rtr
Tom Cruise und seine Verlobte Katie Holmes gestern am Rande der Dreharbeiten für „Mission Impossible 3“ in Rom.

New York. Jahrelang ist Scientology als eine von vielen religiösen Gruppen in den USA toleriert worden. Jetzt sorgt ausgerechnet ihr berühmtestes Mitglied dafür, daß die selbsternannte Kirche auch dort zunehmend in die Kritik gerät: Tom Cruise (43; "Krieg der Welten, "Mission Impossible").

Der Vorwurf: Er soll seine Verlobte, die Schauspielerin Katie Holmes (26), in den Bann der Sekte gezogen haben. In einem Interview mit dem Frauenmagazin "W" wirkt sie willenlos und entmündigt. "Ich habe den Mann meines Lebens gefunden. Es ist, als würde ich ihn seit Ewigkeiten kennen. Er ist unglaublich. Er ist so großzügig und liebevoll. Wir werden nie Blumen nach einem Streit brauchen, Nächte auf dem Sofa verbringen oder zur Eheberatung gehen." Worte, die für eine frischverliebte Frau an sich nicht ungewöhnlich klingen.

Doch als Katie Holmes ("Batman Begins") diese Sätze im Interview sagte, wurde sie mit Argusaugen von ihrer persönlichen "Scientology-Aufpasserin" Jessica Rodriguez beobachtet. Zwar hatte das Magazin strikt gegen ihre Anwesenheit protestiert, doch Holmes spricht mit niemandem mehr ohne Rodriguez. "Katie und ich sind seit langem beste Freundinnen", behauptet die hochrangige Scientologin. Dabei kennen sie sich erst seit zwei Monaten.

Tatsächlich fuhr die "Beraterin" bei kritischen Fragen immer wieder dazwischen und antwortete für Katie Holmes. Als der Reporter anmerkte, daß viele die Liebe zwischen Tom und ihr für gespielt halten, antwortete Rodriguez: "Katie liest so etwas nicht, weil es primitiv ist." Und wie sieht Holmes andere Beziehungen Prominenter, etwa die zwischen Brad Pitt und Angelina Jolie? Wieder antwortet Rodriguez: "Brad und Angelina tun mir leid. Richtig, Katie?" Holmes: "Richtig. Ich bin so happy . . ."

"Sie wirkt wie ein Zombie", urteilt der Hollywood-Kolumnist Roger Friedman im US-Sender Fox. "Einst war sie eloquent und geistreich, jetzt hat sie nichts mehr zu sagen." Und das Magazin "National Enquirer" berichtet: "Katie hat allen Freunden den Rücken gekehrt, die sich kritisch über Scientology äußern." Sie soll sogar Filmrollen abgelehnt haben, die der Philosophie der Sekte widersprechen - und träumt davon, neben Tom zu spielen. "Das wäre eine solche Ehre", sagt sie. Rodriguez fügt an: "Ja, du bewunderst ihn."

Tom Cruise sorgt seit Wochen für Unbehagen in den USA. Erst gab er in einer Talkshow seine Liebe zu Katie bekannt und sprang wie ein Kind auf dem Sofa herum. Dann nutzte er die Promotion-Tour für "Krieg der Welten", um für Scientology zu werben. Dabei kritisierte er pauschal alle Psychologen: "Psychologie ist eine Pseudo-Wissenschaft", sagte er. Sie könne niemandem helfen. Auch er habe als Kind Probleme gehabt. Wenn er dem Rat von Psychologen gefolgt wäre, hätte er nie seine Karriere gemacht. Doch da sei ja noch Scientology gewesen . . . Die Vereinigung der Amerikanischen Psychologen: "Mr. Cruise's Aussagen sind unverantwortlich." Er könnte Menschen davon abhalten, notwendige Hilfe zu suchen. In den USA halten sich Gerüchte, daß Scientology auch am Scheitern seiner Ehe mit Nicole Kidman (38) schuld sei. Sie trennte sich angeblich von ihm, weil sie nicht wollte, daß er ihre beiden gemeinsamen Adoptivkinder in die Arme der Sekte treibt. Kidman ist streng katholisch.

Offenbar scheiterte ihr Versuch: Die "New York Post" berichtete diese Woche: Tochter Isabelle Cruise-Kidman (12) habe gerade ihren "Grundkursus" bei den Scientologen gemacht.

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