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Aus aller Welt

BLITZE OHNE ENDE VON ZEUS UND THOR

"Im Himmel thront er donnergebietend und sendet flammende Blitze, seit er den Vater Kronos gewaltig besiegte." So beschreibt der griechische Dichter Hesiod (um 700 v. Chr.) den Göttervater Zeus. Der Blitz ist die strafende Waffe des Göttervaters. Ihm verdankt Zeus seine Macht und Größe, seine überragende Stellung in der Götterwelt. Im Mythos kann der Blitz einen Kampf entscheiden, Vergewaltigungen verhindern und Hybris, den Übermut, bestrafen. Er trifft Menschen und Götter in gleicher Weise, ist unaufhaltsam und verfehlt nie sein Ziel. Selbst die anderen Götter zittern vor jener Waffe, über die nur Zeus verfügt. Auch im Christentum sind Blitz und Donner Zeichen der Allmacht der obersten Gottheit. In der Bibel (Joh. 12,19) gilt der Donner als die Stimme des Herrn. Bei den Hethitern wurde der Wettergott Teschub, dem später der griechische Zeus (römisch Jupiter) entsprach, mit einem Blitz dargestellt. Nach der nordischen Mythologie löste der Göttervater Donar/Thor die Himmelsphänomene aus, insbesondere Blitz und Donner. Thor schwang den Gewitterhammer Mjöllnir. Entsprechend verglichen ihn die römischen Schriftsteller mit Jupiter, dem Blitzeschleuderer.

 

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