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Aus aller Welt

Kristallschädel eine Fälschung

London. Kalt und starr ist der Blick aus den Augenhöhlen des mysteriösen Kristallschädels mit den angeblich magischen Kräften. Im Britischen Museum in London fasziniert er die Besucher wie fast kein anderes Exponat.

Ist der Schädel ein Totensymbol der Azteken? Oder gehört er zu den 13 Schädeln, die, wenn sie an einem Ort zusammengebracht werden, das Schicksal der Menschheit voraussagen sollen?

Jetzt fanden Wissenschaftler die Wahrheit heraus. Der Kristallschädel ist offenbar eine gut gemachte Fälschung. Die Oberfläche wurde mit rotierenden Werkzeugen bearbeitet und poliert, wie sie die Azteken noch gar nicht kannten. Professor Ian Freestone von der Universität Cardiff: "Diese Erscheinung des Schädels erhält man nur mit modernem Gerät."

Die Experten glauben, daß das Stück im 19. Jahrhundert möglicherweise von einem deutschen Juwelier aus einem brasilianischen Kristallblock gefertigt wurde. Später ist es an einen Sammler in Mittelamerika verkauft worden. Ins Britische Museum gelangte der Schädel 1897, als er vom New Yorker Juwelier Tiffany zum Verkauf angeboten wurde. Ob Fälschung oder nicht, der Schädel bleibt im Museum. Freestone: "Es ist einfach ein phantastisches Objekt, selbst wenn es in Deutschland hergestellt worden sein sollte." Ob die anderen Schädel auch falsch sind, ist noch ungeklärt.

 

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