Papstbesuch im Libanon
Papst fordert Waffenembargo gegen Syrien
Papst Benedikt XVI. ist zum Besuch im Libanon eingetroffen. Er forderte ein Ende der Waffenlieferungen an das benachbarte Bürgerkriegsland.
Beirut. Papst Benedikt XVI. ist zu einem dreitägigen Besuch im Libanon eingetroffen. Das katholische Kirchenoberhaupt landete am Freitag nahe der Hauptstadt Beirut. Er wurde vom libanesischen Präsidenten Michel Suleiman in Empfang genommen. Zur Begrüßung läuteten in Beirut die Kirchenglocken, es wurden Salutschüsse abgegeben.
Der Papst will sich mit einer Friedensbotschaft an die Krisenregion wenden. Bereits im Vorfeld hatte er die bedrängten Christen in den überwiegend muslimischen Ländern des Nahen Ostens zum Bleiben aufgerufen.
Bei der Begrüßungszeremonie waren auch Libanons Ministerpräsident Nadschib Mikati, Parlamentspräsident Nabih Berri sowie der maronitische Patriarch Bischara al-Rai und Diplomaten anwesend. Der Papst will sich bei seinem Besuch mit Vertretern der sunnitischen und schiitischen sowie der christlichen Gemeinden im Libanon treffen.
Zum Auftakt hat er ein Ende der Waffenlieferungen an das benachbarte Bürgerkriegsland gefordert. "Ohne dies lässt sich der Krieg nicht beenden. Statt Waffen braucht das Land Kreativität und Ideen für den Frieden", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag während seines Flugs in Richtung Libanon. Der Papst betonte, Fundamentalismus sei immer eine "Verzerrung von Religion".

















