Aschersleben
Schwerverbrecher geflohen – heiße Spur fehlt noch
Nach der Flucht eines Schwerverbrechers in Aschersleben bekommt die Polizei zwar viele Hinweise – aber der entscheidende Tipp fehlt noch.
Aschersleben/Magdeburg. Trotz einer Großfahndung hat die Polizei noch keine heiße Spur von dem flüchtigen Schwerverbrecher aus Aschersleben. Es seien zwar eine Reihe von Hinweisen eingegangen - bislang aber alles ohne Erfolg, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Magdeburg. Der 36-Jährige aus dem Gefängnis Burg hatte am Dienstag seinen sechsjährigen Sohn in Aschersleben besuchen dürfen. Als die beiden zur Bewachung eingesetzten Beamten ihm die Handschellen abnahmen, trickste er sie aus und schloss sie in der Wohnung ein. Danach flüchtete er.
Die Polizei kündigte an, auch am Wochenende mit 20 Beamten im Raum Aschersleben mögliche Verstecke etwa in leerstehenden Gebäuden zu untersuchen und Hinweisen auf Aufenthaltsorte des Mannes nachzugehen. Auch bundesweit ist die Polizei alarmiert. Allerdings gehen die Fahnder nach wie vor davon aus, dass der Mann sich noch in Aschersleben aufhalten könnte.
Der 36-jährige Häftling war unter anderem wegen Raub und Vergewaltigung zu einer Haftstrafe bis 2024 mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden. Der Bund der Strafvollzugsbeamten bekräftigte seine Kritik an der Hafterleichterung für den Mann. "Solche Leute gehören zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeführt", sagte der Bundesvorsitzende Anton Bachl am Freitag MDR Info. Der Gefangene habe noch eine lange Haftdauer vor sich und nichts zu verlieren. "Da ist Missbrauch vorprogrammiert." (dpa)














