Tierische Ausbrecher
Fahndung: Polizei jagt ausgebüxte Kängurus
Die Tiere waren aus dem Hochwildschutzpark Rheinböllen ausgebrochen. Zwei Tiere sind eingefangen worden, eins ist noch auf der Flucht.
Boppard. Polizisten haben bei Wiebelsheim im Hunsrück ein Känguru einfangen. Es war am Wochenende aus dem Hochwildschutzpark Rheinböllen ausgebüxt, nachdem ein Fuchs ein Loch in den Zaun gerissen hatte, wie ein Sprecher der Polizei in Boppard am Montag sagte. Eine erste Vermutung, es könnte sich um das im Juli aus einem Zirkus in Ingelheim ausgerissene Känguru "Skippy" handeln, bestätigte sich nicht.
Nur mit Mühe konnte die Polizei am Montag das rund ein Meter große Känguru am Industriepark Wiebelsheim fangen. Zunächst bauten die Beamten mit Paletten eine Art Gatter und trieben das Känguru hinein. "Es hüpfte aber wieder hinaus", sagte ein Polizist. Auch ein Fangnetz zerriss das Känguru, einen Käfig verbog es. Erst nach zweieinhalb Stunden konnte das Tier in einer Box untergebracht und ins Tierheim Koblenz gebracht werden. Autofahrer hatten den Ausreißer am Morgen auf der L 220 entdeckt und die Polizei alarmiert.
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Das Känguru ist eines von insgesamt drei Tieren, die aus dem Hochwildschutzpark ausgebüxt waren, sagte der stellvertretende Parkleiter Michael Hoffmann. Es sollte noch am Montag zurückgeholt werden. Ein zweites sei derzeit in einem Außengehege des Parks. Nur das dritte sei weiterhin flüchtig, sagte Hoffmann. "Die Tiere sind absolut ungefährlich." In seinem Park leben 200 bis 300 Tiere.
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Vom Zirkus-Känguru "Skippy" fehlt dagegen weiterhin jede Spur. "Wir hatten schon gehofft, das hier könnte es sein", sagte der Junior-Direktor des Circus Alberti, Marcel Frank. Es wäre aber von der Entfernung her eher unwahrscheinlich gewesen. "Vielleicht ist Skippy ja inzwischen irgendwo privat untergekommen." (dpa)














