Armut in Indien
Eltern verkaufen Säugling für Behandlung von krankem Sohn
Nach Angaben der Polizei wurden die Käufer und eine Hebamme, die das Geschäft vermittelt haben soll festgenommen. Das Paar zahlte 300 Euro.
Neu Delhi. Verarmte Eltern im westindischen Bundesstaat Rajasthan haben ihr Neugeborenes verkauft, um die Behandlung ihres zweijährigen, kranken Sohn bezahlen zu können. Ein Polizeisprecher sagte am Freitag, die Eltern seien nach ihrer Festnahme auf Kaution entlassen worden. Das Baby sei zurückgegeben worden. Der Sender NDTV berichtete unter Berufung auf den Vater, Nachbarn hätten umgerechnet knapp 300 Euro gezahlt, damit die Eltern ihnen den Jungen zur Adoption überlassen. Solche Absprachen sind in Indien verboten. Nach Angaben der Polizei wurden das Paar, das das Baby kaufen wollte, und eine Hebamme festgenommen. Die Frau soll das Geschäft vermittelt haben. (dpa)
















