03.08.12

Nordkorea

Uno: Menschen in Flutgebieten brauchen Nahrung und Treibstoff

Nach schweren Regenfällen und Überflutungen benötigt Nordkorea dringend Lebensmittel. Bei heftigen Stürmen wurden 119 Menschen getötet.

Foto: dapd/DAPD

Nach den jüngsten schweren Regenfällen und Überschwemmungen benötigt Nordkorea dringend Lebensmittel

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Seoul. Nach den schweren Überschwemmungen in Nordkorea benötigen die Menschen in den Katastrophengebieten nach UN-Angaben dringend Nahrungsmittelhilfe. Die Trinkwasser- und die Gesundheitsversorgung hätten oberste Priorität, hieß es am Donnerstag in einem vom UN-Koordinationsbüro in Pjöngjang veröffentlichten Überblicksbericht. Die nordkoreanische Regierung habe das UN-Landesteam gebeten, seine Vorräte für den Notfall bereitzustellen, "insbesondere für Nahrungsmittel und Kraftstoffe".

Der Bericht wurde von Vertretern verschiedener UN-Organisationen wie dem Kinderhilfswerk Unicef und anderer Gruppen zusammengestellt, die in dieser Woche einige Überschwemmungsgebiete besucht hatten. Nach offiziellen Angaben sind bei Unwettern seit Mitte Juli mindestens 119 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Zehntausend Menschen wurden obdachlos.

Durch die heftigen Regenfälle seien Wohnungen, öffentliche Gebäude, Wasserpumpen und die Infrastruktur schwer beschädigt, hieß es in dem UN-Report. Schwere Flutschäden gebe es auch auf Mais-, Sojabohnen- und Reisfeldern. Wie hoch die Ernteverluste genau seien, könne erst bei den geplanten Erkundungsmissionen im Herbst geklärt werden.

Am schwersten von den jüngsten Fluten betroffen seien die Stadt Anju und der Kreis Songchon im der westlichen Provinz Süd-Pyongan sowie der südliche Kreis Chonnae. Die Organisationen warnten vor der Verbreitung von Durchfallerkrankungen. In einem UN-Länderbericht hatte es Mitte Juni geheißen, rund zwei Drittel der 24,1 Millionen Nordkoreaner hätten nicht genug zu essen.

Auch Welthungerhilfe ruft zu Spenden für Nordkorea auf

Die Welthungerhilfe hat zu Spenden für die betroffenen Menschen einer Überflutung in Nordkorea aufgerufen. Die Flutopfer bräuchten Unterstützung, alleine könnten sie die Situation nicht bewältigen, teilte die Hilfsorganisation am Freitag in Bonn mit. "Vor allem der Verlust ihrer Häuser, Gärten und Felder ist für die Menschen eine Katastrophe." Die Organisation und das Auswärtige Amt stellen den Angaben zufolge 200.000 Euro bereit.

(dpa/dapd/abendblatt.de)
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