Fund aus dem Zweiten Weltkrieg
Taucher entdecken deutsches U-Boot vor US-Küste
Das Unterseeboot U-550 soll südlich der Insel Nantucket im Atlantik entdeckt worden sein. Auch Berichte über U-Boot-Fund in Kanada.
Boston. Taucher haben vor der Ostküste der USA ein deutsches U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Bekanntgabe des Funds am Freitag kam unmittelbar nach Berichten, wonach Bergungstaucher auch in einem Fluss in Kanada möglicherweise ein deutsches Weltkriegs-U-Boot gefunden hatten.
Das U-Boot vor der US-Küste liege in einer großen Tiefe mehr als 100 Kilometer südlich der Insel Nantucket im Atlantik, sagte der Leiter der Tauchmannschaft, Joe Mazraani. Er und sein Team suchten das U-550 bereits seit mehreren Jahren und fanden es schließlich am Montag mithilfe einer Echolot-Suche. Die Taucher fotografierten das U-Boot und planten bereits eine Rückkehr an den Fundort, sagte Mazraani.
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Das U-Boot war im April 1944 gesunken, nachdem es ein Tankschiff der Alliierten angegriffen und anschließend von einem Begleitfahrzeug beschossen worden war. 44 Deutsche und 25 Besatzungsmitglieder des Tankers kamen dabei ums Leben.
Zuvor hatten Taucher in Kanada berichtet, dass sie bei der Suche nach drei vermissten Männern am Grund des Churchill-Flusses – mehr als 100 Kilometer vom Atlantik entfernt – möglicherweise auf ein deutsches U-Boot gestoßen seien. Der Fund muss allerdings noch bestätigt werden.
Die deutsche Botschaft im kanadischen Ottawa schloss die Entdeckung des U-Bootes in einer ersten Reaktion nicht aus. "Wir wissen, dass deutsche U-Boote in der Region aktiv waren", sagte der stellvertretende Botschaftsleiter Georg Jürgens. Gleichwohl wäre es "sensationell und ungewöhnlich", dass ein U-Boot so weit landeinwärts hätte landen können. "Wir müssen uns auf Überraschungen gefasst machen", sagte Jürgens. (dapd)

















