Feldbrände
Eine Million Euro Schaden nach Ernte-Bränden
Wegen der Trockenheit fangen immer wieder Felder Feuer. Sechs derartiger Brände haben die Behörden bisher in Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Brüsewitz/Malchin/Rostock. Kurz nach Erntebeginn häufen sich in Mecklenburg-Vorpommern die Feldbrände. Innerhalb von zwei Wochen registrierte die Polizei bereits sechs größere Feuer, bei denen zwei Mähdrescher, eine Strohpresse und mehr als 50 Hektar Getreide vernichtet wurden, wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg am Mittwoch sagten. Der Gesamtschaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt, Menschen kamen nicht zu Schaden.
So brannten am Dienstag gleich drei Felder bei Brüsewitz (Kreis Nordwestmecklenburg), Kessin nahe Rostock und an der Bundesstraße 104 nahe Remplin in der Mecklenburgischen Schweiz). In Nordwestmecklenburg verbrannten rund 40 Hektar Gerste als eine Strohpresse Feuer fing und die Flammen auf ein angrenzendes Feld übergriffen. Allein hier wurde der Schaden auf rund 120 000 Euro geschätzt. Autofahrer mussten auf der B 104 bei Remplin und nahe Kessin auf der B 191 durch dichten Rauch fahren, weil dort ebenfalls Getreidefelder brannten. In allen Fällen wird wegen Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung ermittelt.
Erst am Montag hatten im Landkreis Rostock bei Klein Belitz ein Mähdrescher und zwischen Kritzkow und Siemitz ein Gerstenfeld gebrannt. Dabei war ein Schaden von rund 310 000 Euro entstanden. Zuvor hatte am 11. Juli bei Groß Dratow an der Seenplatte ein Mähdrescher Feuer gefangen und war ausgebrannt, Ursache war hier ein technischer Defekt. Der Bauernverband und die Behörden appellieren in jedem Jahr an die Landwirte, bei der Ernte Löschwasser mitzuführen. Damit könnten Feldbrände, die immer wieder vorkommen, rechtzeitig bekämpft werden und sich nicht zu groß ausdehnen. (dpa)

















