Skandalfund
250 Embryonen in Plastikfässern im Ural entsorgt
Das russische Parlament will den Skandal jetzt untersuchen lassen. Offenbar stehen illegale Abtreibungen hinter dem grausigen Fund.
Moskau. Der erschütternde Fund von knapp 250 abgetriebenen Babys in Russland beschäftigt nun auch das Parlament in Moskau. Hinter der skandalösen Beseitigung der Föten im Ural steckten vermutlich kriminelle Mediziner, die illegal Abtreibungen vornehmen, sagte die Vorsitzende des Familienausschusses, Jelena Misulina, der Zeitung "Iswestija" am Dienstag. Die sterblichen Überreste stammten den Ermittlungen zufolge aus drei Kliniken, die sie an eine Spezialfirma zum Begräbnis übergeben hatten. Pilzsammler hatten die Plastikfässer mit den Ungeborenen nahe einer Fernstraße entdeckt.
"Jedes Jahr gibt es bei uns fünf bis sechs Millionen illegale, weil zu späte Abtreibungen", sagte Misulina. Die offizielle Zahl liegt bei einer Million. "Die Überreste in den Behältern waren keine Embryonen mehr, sondern schon menschliche Wesen." Die Nachfrage nach solch "biologisch-medizinischem Abfall" sei enorm. So würden die Stammzellen ungeborener Babys etwa zu kosmetischen und pharmazeutischen Zwecken genutzt. (dpa)

















