Schweizerisch-italienishe Grenze
Schon wieder sterben zwei Bergsteiger am Mont Blanc
Ein Kletterer aus Spanien und eine Alpinistin aus Polen erfroren, als sie auf einem Grat in 4400 Metern Höhe in einen Sturm gerieten. Zwei Verletzte.
Hamburg. Auf dem Mont Blanc sind erneut zwei Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein 25 Jahre alter Spanier und eine 30-jährige Polin starben am Sonnabend an Kälte und Erschöpfung, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag berichtete. Zwei weitere Mitglieder der Gruppe wurden verletzt.
Die Bergsteigergruppe wollte die Vallot-Hütte knapp unter dem Gipfel erreichen. Dafür waren sie im Montblanc-Massiv auf einem Grat untwerwegs, als sie auf Höhe von 4400 Metern entlang der schweizerisch-italienischen Grenze in einem Sturm in Schwierigkeiten gerieten. Wie Ansa berichtete, erlitten zwei spanische Alpinisten ihrer Seilschaft Verletzungen.
Der Unglücksort:
Erst am Donnerstag hatte ein Lawine am Mont Blanc neun Menschen in den Tod gerissen . Unter den Opfern waren drei Deutsche, darunter auch ein 40 Jahre alter Geschäftsmann aus Hamburg . Die beiden anderen Deutschen, die das Unglück nicht überlebten, kommen aus Aue in Sachsen und aus der Nähe von Heidelberg (Baden-Württemberg).
Britische Lawinenopfer waren für guten Zweck unterwegs
Wie die Nachrichtenagentur PA am Sonnabend mitteilte, hatten die zwei britischen Lawinenopfer den Aufstieg für einen guten Zweck gewagt. Sie wollten mit dem Bergabenteuer Spenden eintreiben und damit ein Hospiz für Sterbende in der nordenglischen Stadt York unterstützen, berichtete PA. Die Spendensumme habe vor dem Unglück bei nur 300 Pfund gelegen, nach ihrem Tod schnellte sie auf knapp 3000 Pfund (rund 3550 Euro) hinauf.
Die beiden 47 und 48 Jahre alten Männer, die mit einem dritten Briten unterwegs waren, galten als erfahrene und gut ausgebildete Bergsteiger. Sie sind nicht die ersten Lawinenopfer aus Großbritannien in diesem Jahr. So liegt in seiner Heimatstadt London noch immer der niederländische Prinz Friso im Koma . Die Ärzte sind nicht sicher, ob de 43-Jährige jemals wieder das Bewusstsein zurückerlangen wird. Er war im Februar im österreichischen Lech beim Tiefschneefahren von Schneemassen begraben worden.
Mit Material von dpa und dapd















