Adlerwarte Berlebeck
Geier "Wolle" auf der Flucht an der Werre gesichtet
Das Tiers ist am Lederriemchen erkannt worden. Der Wollgeier ist in den vergangenen Tagen aus der Gegend Senne rund 50 Kilometer nach Norden geflogen.
Detmold. Geier "Wolle" erkundet weiter auf eigene Faust den Luftraum von Ostwestfalen-Lippe. Knapp zwei Wochen nach seiner Flucht aus der Adlerwarte Berlebeck ist "Wolle" am Freitagmorgen an den Werreauen im Raum Lübbecke gesichtet worden. "Das ist seit einer Woche das erste Mal, dass Wolle wieder einwandfrei identifiziert wurde", sagte Klaus Hansen von der Adlerwarte. Er sei am Lederriemchen erkannt worden. Der Wollgeier ist danach in den vergangenen Tagen aus der Gegend Senne rund 50 Kilometer nach Norden geflogen. Jetzt sucht die Adlerwarte in der Gegend aktiv nach dem 90 Zentimeter großen Tier mit einer Flügelspannweite von rund zwei Metern.
Zuletzt hatte es Hinweise aus dem Raum Steinheim - zwischen Bad Lippspringe und dem Schiedersee gegeben, 70 Kilomter vom neuen Standort entfernt. Möglicherweise haben Spaziergänger in diesem Fall, wie in anderen auch, einen großen Bussard gesehen. Insgesamt hatte es seit der Flucht aus der Adlerwarte rund 150 Hinweise gegeben. Ein Foto des Wollkopfgeier-Weibchens habe aber noch niemand machen können. Der Körper des Vogels ist dunkelbraun, die Beine und die Unterseite der Flügel sind weiß.
Sorgen um den Zustand von Wolle macht sich Hansen nicht. Nahrung finde das pfiffige Tier genug etwa durch überfahrene Tiere oder Wildtiere, die beim Grasmähen getötet wurden. "Hunger schiebt der nicht."














