Coburg
Großbrand verwüstet zahlreiche historische Gebäude
Nach stundenlangen Löscharbeiten hat die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. 13 Menschen wurden leicht verletzt. Einsturzgefahr drohe nicht.
Coburg. Bei einem Großbrand in der Altstadt von Coburg sind in der Nacht zum Pfingstsonntag mehrere historische Gebäude zerstört worden. 13 Menschen wurden leicht verletzt, darunter fünf Einsatzkräfte, wie Polizei und Stadt mitteilten. Rund 60 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Nach stundenlangen Löscharbeiten konnte das Feuer erst am Vormittag unter Kontrolle gebracht werden. Den Angaben zufolge waren mehr als 300 Rettungskräfte im Einsatz. Der Schaden geht laut Polizei in die Millionen.
Der Brand war offenbar im Dachstuhl eines Gebäudes nahe dem Marktplatz ausgebrochen. Kurz nach 1.00 Uhr ging der erste Notruf ein. Die Flammen griffen Angaben der Polizei zufolge sehr schnell auf mehrere denkmalgeschützte, verwinkelte Häuser über. Die Brandursache war zunächst unklar.
Gerüchte über nicht genehmigtes Feuerwerk
Gerüchte, dass eine Rakete eines Feuerwerks den Großbrand ausgelöst haben könnte, wollte Stadtsprecher Michael Selzer auf dapd-Anfrage nicht kommentieren. "Das wäre Kaffeesatzleserei", sagte er. Informationen des "Coburger Tageblatts" zufolge soll es am späten Samstagabend in der Innenstadt ein nicht genehmigtes Feuerwerk gegeben haben.
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Stadtsprecher Selzer betonte, das ganze Ausmaß des Großbrandes könne erst in den nächsten Tagen abgesehen werden. Nach derzeitigem Stand seien acht Häuser zum Teil schwer beschädigt. Zwei Gebäude seien wohl definitiv nicht mehr zu retten. Andere Häuser hätten dagegen deutlich weniger abbekommen. Bei einem Gebäude, in dem sich ein Traditionslokal befindet, sei lediglich der Giebel "etwas angekohlt". Definitiv in Mitleidenschaft gezogen wurde allerdings das Puppenmuseum.
Keine Einsturzgefahr
Das Feuer konnte zwar am Vormittag unter Kontrolle gebracht werden, es gab aber noch am Mittag einzelne Glutnester, wie der Stadtsprecher bestätigte. Einsturzgefahr bestand laut Selzer bei den beschädigten Gebäuden nicht.
Die Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten, wurden zu Verwandten, Freunden oder in ein Notquartier gebracht. Von den 13 Verletzten wurden vier in einer Klinik behandelt. Den anderen konnte ambulant geholfen werden. Stadtsprecher Selzer zufolge soll es am Montagmittag (12.30 Uhr) in Coburg eine Pressekonferenz geben.
(dapd)


















