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Aus aller Welt

Streit um Stein: Türkei-Urlauber frei

Antalya. Eine Woche Ferien in Antalya, vier Wochen in einem türkischen Gefängnis - gestern ließ ein Gericht den Familienvater Stefan G. (34) aus Münster im Streit um einen angeblich antiken Stein im Urlaubsgepäck endlich frei. Was war geschehen? Der kleine Philip (9) hatte am Strand einen Stein aufgesammelt. Ein Souvenir. Zöllner entdeckten den faustgroßen Findling beim Durchleuchten des Gepäcks, als die Familie am 14. September nach Deutschland zurückfliegen wollte. Stefan G. wurde festgenommen und vor Gericht gestellt. "Warum denn Steine? Gibt es in Deutschland keine Steine?", hakte Richter Fikri Durmaz immer wieder nach. Sichtlich eingeschüchtert berichtete Philip als Zeuge mit leiser Stimme, dass er den Stein für seine Lehrerin mitgenommen habe. Die Mitbringsel aus mehreren Ländern sollten nach den Ferien in der Schule ausgestellt werden. "Ich wusste nicht, dass das verboten ist", verteidigte sich der Vater, dem bis zu zehn Jahre Haft drohen. Der Richter ließ ihn vorläufig frei, doch das Verfahren wegen Verstoßes gegen das "Gesetz zum Schutz von Kultur- und Naturgütern" geht ohne ihn weiter. In einem Gutachten soll nun geklärt werden, ob es sich bei dem Stein tatsächlich um ein wertvolles Überbleibsel aus antiken Zeiten handelt.dpa

 

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