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L'Oréal

Bettencourts Günstling soll auf 600 Millionen verzichten

Im Gegenzug hatte Bettencourts Tochter Françoise ihre Klage gegen den exzentrischen Dandy und Fotografen François-Marie Banier fallen lassen.

Die L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt , 87, gilt mit einem geschätzten Vermögen von fast neun Milliarden Euro als die drittreichste Frau der Welt. Jetzt hat sie sich überraschend mit ihrer Tochter versöhnt.
Foto: pa/dpa/Raymond Delalande/Abaca

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Paris. Der französische Fotograf François-Marie Banier, langjähriger Günstling der steinreichen L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt, soll auf Geschenke im Wert von 600 Millionen Euro verzichten. Dabei handle es sich in erster Linie um zwei Lebensversicherungen, sagte Bettencourts Anwalt Pascal Wilhelm am Dienstag. Bereits erhaltene Geschenke im Wert von rund 300 Millionen Euro in Form von Immobilien und Kunstwerken dürfe er behalten.

Bettencourts Tochter Françoise hatte im Gegenzug ihre Klage gegen den exzentrischen Dandy fallen gelassen. Sie hatte ihn verdächtigt, ihre 88 Jahre alte Mutter, die reichste Frau Europas, finanziell zu schröpfen.

Mutter und Tochter Bettencourt hatten am Montag überraschend ihren jahrelangen Rechtsstreit beigelegt. Liliane Bettencourt trennt sich zudem von ihrem Vermögensverwalter Patrice de Maistre und ersetzt ihn durch ihren Schwiegersohn Jean-Pierre Meyers. Dessen beiden Söhne bekommen je einen Platz im Aufsichtsrat der Vermögensverwaltung, die 31 Prozent der L'Oréal-Aktien hält.

Französische Medien mokierten sich am Dienstag über die jüngste Episode der Bettencourt-Affäre. „Sie werden uns fehlen, die Bettencourts“, bedauerte die Zeitung „Libération“. „Le Figaro“ schrieb: „Sie sind uns so vertraut geworden. Wir hatten uns schon so mit ihren Problemen, ihren Liebes- und Geldgeschichten identifiziert, auch wenn sie ein paar Milliarden mehr besitzen.“

(dpa/abendblatt.de)

Die Schlüsselfiguren der Affäre Bettencourt:

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