Das russische Atom-U-Boot sank vor neun Jahren
Turm der "Kursk" landet auf Schrottplatz
Eigentlich sollte der Turm Teil eines Mahnmals werden. Doch jetzt wurde er auf einem Schrottplatz entdeckt. Wieder eine peinliche Panne im Umgang mit der „Kursk“-Katastrophe, bei der 118 russische Soldaten starben.
Foto: AP ORIGINAL zu : O:\BILDER\B_FER
Moskau. Das russische Atom-U-Boot sank im August 2000 in der Barentssee. Vermutlich wurde der Untergang von einem defekten Übungstorpedo verursacht, der an Bord eine Explosion auslöste. Russland verweigerte damals die angebotene ausländische Hilfe, um Überlebende der Katastrophe zu retten. Als die russischen Rettungskräfte zum U-Boot gelangten, waren alle Besatzungsmitglieder tot.
Das Wrackteil wurde von Mitgliedern einer Organisation zur Unterstützung der russischen Flotte auf einem Schrottplatz bei Murmansk entdeckt, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax. Der mit dem russischen Doppeladler verzierte Turm der "Kursk" war vor einem Jahr in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Unbekannte boten ihn als Altmetall an. Nach dem Kauf sollte er Teil eines Denkmals werden, das in Murmansk errichtet werden soll.
Nach dem Agenturbericht hoffe der Generalstab der Eismeerflotte, zu der die "Kursk" gehörte, jetzt auf eine baldige Klärung "der Situation".



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