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Aus aller Welt

Norton Cybercrime Report

Studie belegt: Jeder zweite Deutsche lügt im Internet

Der Norton Cybercrime Report untersucht die Auswirkungen der Online-Kriminalität auf Nutzer weltweit. Es wurden 7.000 Erwachsene in 14 Ländern befragt.

Aus Angst vor Online-Kriminalität benutzen viele Menschen in Deutschland im Internet eine falsche Identität.
Foto: dpa

München. Die Deutschen sind im Internet offenbar nicht besonders ehrlich. Jeder zweite Deutsche hat online schon mal gelogen oder eine falsche Identität benutzt, wie aus dem aktuellen Norton Cybercrime Report des IT-Sicherheitsunternehmens Symantec hervorgeht. Hauptgrund für die Unehrlichkeit sei die Angst vor Online-Kriminalität. Die meisten User fühlten sich gegenüber Angriffen aus dem Netz machtlos.

Das Schwindeln im Netz ist für viele der Befragten nicht unbedingt unmoralisch: Ein Viertel derjenigen, die es schon mal gemacht haben, taten es laut Studie ohne Skrupel. Falsche Identitäten im Netz sind in Deutschland sogar deutlich häufiger anzutreffen als in anderen Ländern. 53 Prozent der Deutschen haben sich virtuell schon einmal neu erfunden - weltweit nutzen nur 33 Prozent der Befragten eine fremde Identität.

Online-Kriminalität ist laut Studie im Bewusstsein der Internetnutzer sehr präsent: Neun von zehn Deutschen machen sich demnach über dieses Thema Gedanken. Gleichzeitig glauben 88 Prozent der Befragten nicht, dass die Cyberkriminellen jemals zur Rechenschaft gezogen werden. Daher schaltet nur die Hälfte der Opfer die Polizei ein oder ändert das eigene Online-Verhalten. Dabei sei gerade die Mithilfe der Internetnutzer unbedingt notwendig, betont Adam Palmer, Cyberkriminalitäts-Experte bei Symantec: „Die Behörden können nur Fälle verfolgen, die ihnen gemeldet werden. Deshalb ist es besonders wichtig, selbst die kleinste Straftat im virtuellen Raum zu melden.“

Der Norton Cybercrime Report untersucht die Auswirkungen der Online-Kriminalität auf Nutzer weltweit. Dazu befragte das Marktforschungsinstitut StrategyOne im Auftrag von Symantec rund 7.000 Erwachsene in 14 Ländern.

(dapd/abendblatt.de)

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