Vegetarierbund Deutschland
Kannibalen-Restaurant: PR-Gag von Vegetariern erzürnt Werberat
Die Vegetarier wollten mit einem vermeintlichen Restaurant für Menschenfleisch auf ihr neues Hauptstadtbüro aufmerksam machen.
Sebastian Zösch (l.) und Thomas Richter (3.v.l.) vom Vegetarierbund Deutschland vor dem fiktiven Kannibalen-Restaurant "Flimé" in Berlin-Friedrichshain.
Foto: dpa/DPA
Berlin. Ein angebliches Menschenfleisch-Restaurant in Berlin hat sich als PR-Kampagne des Vegetarierbundes Deutschland entpuppt. Der Verein wollte damit auf die Eröffnung seines Hauptstadtbüros in Friedrichshain aufmerksam machen, sagte Geschäftsführer Sebastian Zösch am Donnerstag. In den vergangenen Wochen hatten Anzeigen und Videos im Internet für ein Restaurant geworben, das nach Chirurgen und Körperteil-Spendern suchte. „Den Vegetarierbund gibt es seit 1892, soviel Aufmerksamkeit hat es für uns noch nie gegeben“, so Zösch.
Volker Nickel, Sprecher des Deutschen Werberats, verurteilte die Aktion. „Hier ist man über das Ziel hinausgeschossen“, sagte er. Auch für den vermeintlich guten Zweck sei nicht jedes Mittel recht. Die Senatsverwaltung für Gesundheit hatte von vorneherein bezweifelt, dass das Restaurant namens „Flimé“ tatsächlich öffnen würde und einen schlechten Scherz vermutet.



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