Golf von Mexiko
Bohrinsel explodiert - Arbeiter ins Wasser geschleudert
Im Golf von Mexiko ist wieder eine Ölbohrinsel explodiert. Rettungskräfte der US-Küstenwache sind unterwegs zum Unglücksort.
Am 20. April war die Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert. Mit allen Mitteln wurde versucht, den Abfluss von Öl ins Meer zu stoppen. So wurde das Öl auch abgebrannt, wie auf dem Foto zu sehen.
Foto: dpa
Grand Isle. Im Golf von Mexiko ist wieder eine Ölbohrinsel explodiert. Die Explosionsstelle liegt westlich der Stelle, an der am 20. April die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ von BP explodiert war. Die Detonation wurde laut einem Sprecher der Küstenwache am Donnerstagmorgen von einem Hubschrauber gemeldet.
Sieben Hubschrauber, zwei Flugzeuge und vier Schiffe befanden sich auf dem Weg
zu der Stelle 130 Kilometer südlich von Vermilion Bay in Louisiana. Auf
der Bohrinsel seien 13 Arbeiter beschäftigt gewesen, die meisten von ihnen
seien ins Wasser geschleudert worden, sagte ein Sprecher der US-Küstenwache
dem Nachrichtensender CNN. Rettungskräfte seien unterwegs. Einer der
Arbeiter sei verletzt worden.
Nach Angaben des Fernsehsenders gehört die Plattform dem Unternehmen Mariner Energy, das vor allem im Golf von Mexiko tätig ist. Die Unglücksstelle liegt einige hundert Kilometer westlich von der im April explodierten und untergegangenen Ölplattform „Deepwater Horizon“. Aus dem Leck waren etwa 660.000 Tonnen Öl ins Meer gelaufen. Die Ölpest gilt als bislang schwerste in der Geschichte der USA.
Die Plattform „Deepwater Horizon“ hatte der britische Erdölkonzern BP betrieben. An der jetzt explodierten Plattform sei BP in keiner Weise beteiligt, betonte ein BP-Sprecher am Donnerstagabend in London.



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