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Aus aller Welt

Keine Spur von Mutter des toten Säuglings

Gefundenes Baby aus Engen wurde umgebracht

Das vor fünf Tagen in Engen (Kreis Konstanz) tot aufgefundene Baby ist umgebracht worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen eines Tötungsdelikts. Einzelheiten nannte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.


Foto: ddp

Die Leiche des kleinen Mädchens war am vergangenen Sonntag in einer Plastiktasche in einem Wald nahe einer Grillhütte gefunden worden. Partygäste stießen beim Brennholzsammeln auf sie. Da war das Neugeborene nach Angaben der Ermittler vermutlich bereits zwei bis sieben Tage tot. Von der Mutter gibt es weiterhin keine Spur.

Ohne Ergebnis blieb am Freitag eine großangelegte Suchaktion der Polizei in dem Waldgebiet. Rund 30 Beamte durchkämmten vergebens die Gegend in der Hoffnung, Spuren oder Hinweise zu finden. Die Befragung von Gynäkologen in der Region hat ebenfalls bisher keinerlei Anhaltspunkte gebracht. Um den Fall zu klären, hat die Polizei eine Sonderermittlungsgruppe eingesetzt.

Erst am Donnerstagabend war in Heidelberg ein ausgesetztes Baby entdeckt worden, das allerdings wohlauf ist. Unter einem Baum in einem roten Weidenkorb fand ein 29-jähriger Mann das kleine Mädchen, das lediglich etwas unterkühlt war. An dem Säugling, der bei einem kirchlichen Gemeindezentrum gefunden wurde, waren noch Teile der Nabelschnur. Das Baby wurde in die Heidelberger Kinderklinik gebracht.

Die Ärzte zeigten sich mit dem Zustand des Neugeborenen "sehr zufrieden". Das kleine Mädchen, das stationär im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Uni-Klinik betreut wird, ist 3300 Gramm schwer und 48 Zentimeter groß. "Aus medizinischer Sicht verliefen das Auffinden und die Einlieferung des Kindes optimal", sagte Professor Johannes Pöschl, der kommissarische Ärztliche Direktor der Abteilung Neonatologie. Er dankte der Polizei Heidelberg für die gute Zusammenarbeit.

Vor wenigen Wochen war in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) ein acht Wochen alter Junge ausgesetzt worden. Die 25 Jahre alte Mutter hatte das Baby Mitte Januar vor einer Arztpraxis ausgesetzt und war mit ihrem anderen Sohn zu ihrer Familie nach Warschau geflohen.dpa/lsw

 

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