Washington
US-Polizei erschießt bewaffneten Geiselnehmer
Der Umweltaktivist war in das Hauptquartier des US-Fernsehsenders "Discovery" eingedrungen. Die Geiseln blieben alle unverletzt.
Washington. Eine Geiselnahme im Hauptquartier des Fernsehsenders „Discovery“ bei Washington ist am Mittwoch nach rund drei Stunden zu Ende gegangen. Die Polizei überwältigte einen extremen Umweltschützer, der am Nachmittag möglicherweise mit Sprengstoff bewaffnet in das Gebäude in Silver Spring (Bundesstaat Maryland) eingedrungen war, mit mehreren Schüssen.
Der Zustand des Geiselnehmers war zunächst unklar. Die drei Geiseln seien frei und befänden sich in Sicherheit, sagte ein Polizeivertreter. Es werde aber noch nach möglichen Sprengsätzen gesucht, die der Geiselnehmer in dem Gebäude versteckt haben könnte.
Der 43-jährige Mann hatte die Lobby mit einer Waffe in der Hand betreten. Nach Augenzeugenberichten trug er außerdem mehrere „metallene Behälter“ am Körper, bei denen es sich um Sprengstoff gehandelt haben könnte. Wie es weiter hieß, hatte sich der Geiselnehmer bereits in der Vergangenheit wütend über den Kurs des umweltorientierten Senders geäußert, der ihm anscheinend nicht radikal genug ist. So prangerte er nach Medienberichten auf einer von ihm eingerichteten Webseite an, dass „Discovery“ zur Geburt von Kindern ermutige. Menschen seien aber die „zerstörerischsten, schmutzigsten Kreaturen“ auf der Erde.



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