Golf von Mexiko
Endgültige Verschließung von BP-Bohrloch verzögert sich
Im Golf von Mexico wurden die Arbeiten an dem BP-Bohrloch vorerst gestoppt. Die „Bottom Kill"-Methode soll das Bohrloch entgültig verschließen.
Am 20. April war die Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert. Mit allen Mitteln wurde versucht, den Abfluss von Öl ins Meer zu stoppen. So wurde das Öl auch abgebrannt, wie auf dem Foto zu sehen.
Foto: dpa
Washington. Die endgültige Verschließung des monatelang leckenden BP-Bohrlochs im Golf von Mexiko verschiebt sich weiter. US-Krisenkoordinator Thad Allen sagte am Montag, dass die „Bottom Kill“-Methode vorerst gestoppt wurde. Bei früheren Arbeiten am Bohrloch sei möglicherweise Zement in die Ringkammer der Bohrleitung gelangt und schließe dort Rohöl ein. Bei der „Bottom Kill“-Methode aber werde „Druck erzeugt“, sagte Allen weiter. Bevor er BP die Anweisung zur Anwendung der Methode gebe, müsse jedoch klar sein, wie sich der Druck auswirken könnte und welche Gegenmaßnahmen gegebenenfalls möglich wären.
Bei der „Bottom Kill“-Methode sollen zur dauerhaften Versiegelung des Bohrlochs Schlamm und Zement durch Entlastungbohrungen am unteren Ende der Bohrleitung eingeführt werden. Mit der „Static Kill“-Methode war es den Ingenieuren der Betreibergesellschaft BP Anfang August gelungen, das Bohrloch am oberen Ende zu verschließen. Dies gilt aber nicht als dauerhafte Lösung.
Seit der Explosion der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ am 20. April waren aus dem lecken Bohrloch nach Behördenangaben rund 780 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Damit ist das Unglück der größte Ölunfall der Geschichte. Bereits kurz nach dem Unglück hatte BP mit den aufwendigen Entlastungsbohrungen begonnen, mit denen tief im Meeresgrund ein Zugang zum Bohrloch geschaffen werden soll.



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