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Aus aller Welt

Kulturhauptstadt Ruhr 2010

Picknick auf der Autobahn - Wiederholung erwünscht

Die Bürgermeister der Region sprechen sich nach dem großen Erfolg des Kulturvolksfests „Still-Leben" für eine Wiederholung der Veranstaltung aus.

Die A 40 wurde am Sonntag zwischen Duisburg und Dortmund für den Autoverkehr gesperrt.
Foto: AFP

Essen. Nach dem großen Erfolg der Autobahnsperrung im Ruhrgebiet für ein Massenvolksfest wünschen sich Bürgermeister der Region eine Wiederholung im Zwei-Jahres-Rhythmus. Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) werde mit dieser Forderung von seinen Kollegen in den anderen Ruhrgebietsstädten unterstützt, sagte Stadtsprecher Udo Bullerdieck und bestätigte damit einen Bericht der Dortmunder „Ruhr Nachrichten“.

Auch der Direktor des Regionalverbandes Ruhr, Heinz-Dieter Klink, sprach sich für eine Wiederholung aus. Sie dürfe aber keine bloße Kopie der Premiere sein, sagte er am Montag. Er könnte sich zum Beispiel vorstellen, bei einem der nächsten Still-Leben die nördlich der A 40 verlaufende A 42 für Fußgänger und Radfahrer freizugeben, sagte Klink.

Bei der Sperrung der A 40 auf 60 Kilometern zwischen Duisburg und Dortmund für das Kulturhauptstadtprojekt „Still-Leben“ waren am Sonntag rund drei Millionen Menschen gekommen. An etwa 20000 Biertischen auf der Straße gab es kulturelle Beiträge aus der Bevölkerung oder die Besucher feierten einfach. Alles verlief friedlich, es gab laut Polizei und Feuerwehr keine nennenswerten Unfälle. Das Fest habe die Erwartungen mehr als erfüllt, sagte Kulturhauptstadt-Chef Fritz Pleitgen. „Summa cum laude – höchstes Lob - für die Bevölkerung.“

Wegen der heftigen Hitzegewitter und Stürme in der Woche vor dem Fest habe er sich vorab aber erhebliche Sorgen gemacht, sagte Pleitgen. „Bei einer offiziellen Unwetterwarnung hätten wir alles absagen müssen.“ Wer heute für eine Region werben wolle, müsse aber Risiken eingehen und wirklich Außergewöhnliches zeigen. Alles andere bringe im harten Wettbewerb der Bilder keinen Erfolg.

Am Morgen nach der Autobahnsperrung floss der Verkehr auf der stark befahrenen A 40 wieder wie gewöhnlich. „Keine Schäden an Straßen und Anlagen. Auch die Reinigung hat wunderbar geklappt“, sagte die Sprecherin der NRW-Straßenbauverwaltung, Ingrid Scholtz. Gegen 5 Uhr morgens sei die Straße planmäßig wieder freigegeben worden.

(dpa/lnw)

 

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