Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus, Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Das Rote Kreuz richtete Notunterkünfte ein.

Eruptionen aus dem Eyjafjalla-Gletscher.
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Reykjavik. Nach einem Vulkanausbruch haben die Behörden im Süden Islands den Ausnahmezustand ausgerufen und hunderte Menschen in Sicherheit gebracht. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, teilte der Katastrophenschutz mit. Alle Inlandsflüge wurden bis auf weiteres eingestellt, mehrere Auslandsverbindungen wurden umgeleitet. Der Vulkan im Gebiet des Eyjafjallajökull-Gletschers brach in der Nacht zum Sonntag aus.
Die Behörden hatten zunächst ein Schmelzen des Gletschers und Überschwemmungen befürchtet, weil der Vulkan von einer dicken Eisschicht bedeckt ist. Die Eruption habe sich aber nicht unter dem Gletscher ereignet, erklärte der Geologe Tumi Gudumundsson dem Fernsehsender RUV. Agust Gunnar Gylfason vom Katastrophenschutz sagte, es habe sich nur um eine kleine Eruption gehandelt. In einem einen Kilometer langen Spalt war Lava zu sehen. Das Rote Kreuz richtete Notunterkünfte für die 450 evakuierten Einwohner 160 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Reykjavik ein.
Zuletzt brach der Vulkan vor rund 200 Jahren aus. Der Eyjafjallajökull ist der fünftgrößte Gletscher Islands.
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