Razzia in Islamistenszene
Drei Festnahmen bei 43 Durchsuchungen
Sieben Islamisten – sechs Deutsche und ein Ägypter – sind dringend verdächtigt, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.
Bei einer bundesweiten Razzia gegen die islamistische Szene hat die Polizei Wohn- und Geschäftsräume durchsucht.
Foto: dpa/DPA
Stuttgart/Berlin . Bei einer bundesweiten Razzia gegen die islamistische Szene hat die Polizei am Mittwoch auch in Berlin Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Wie das Landeskriminalamt in Stuttgart mitteilte, waren neben Berlin Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen betroffen. 43 Objekte wurden bundesweit durchsucht. Wie viele Objekte es in Berlin waren, wurde nicht mitgeteilt.
Sieben Islamisten – sechs Deutsche und ein Ägypter – sind dringend verdächtigt, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben. Drei der Hauptbeschuldigten wurden in Wiesbaden, Bonn und Ulm festgenommen. Es handelt sich um Deutsche. Die anderen vier sind im Ausland. Bei den Durchsuchungen konnte eine Vielzahl von Rechnern, Datenträgern und schriftlichen Unterlagen sichergestellt werden, die nun ausgewertet werden müssen. Die Männer im Alter von 24 bis 59 Jahren sollen mehr als 100 Konvertiten und Re-Islamisierte in Deutschland radikalisiert haben. Die Glaubensbrüder sollten dann an eine Koran- oder Sprachschule in Ägypten vermittelt werden.



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