Feuerkranz-Sonnenfinsternis
Sonne über Indischem Ozean verfinstert
Seltenes Naturschauspiel zu bestaunen: Die längste ringförmige Sonnenfinsternis dieses Jahrtausends zog über die Erde hinweg.
Die längste ringförmige Sonnenfinsternis dieses Jahrtausends zieht von Zentralafrika über Südindien bis Ostchina über die Erde hinweg. Dabei ist minutenlang nur noch ein schmaler Feuerkranz zu sehen.
Foto: dpa/DPA
Nairobi/Neu Delhi. Wissenschaftler und Schaulustige haben von Ostafrika bis Südostasien die längste ringförmige Sonnenfinsternis des Jahrtausends bestaunt. Bei Sonnenaufgang schob sich der Mond über der Zentralafrikanischen Republik vor die Sonne. Kurz darauf war die Sonne auch in der kenianischen Hauptstadt Nairobi nur noch als Feuerkranz zu sehen. Der bewölkte Himmel konnte das Naturschauspiel nicht völlig trüben. Auch über der Inselgruppe Lamu wurde es nach helllichten Tag zeitweise dunkler.
Als nächstes lagen die Malediven und Südindien in der 300 Kilometer breiten Schneise. In Südindien waren Tausende auf den Straßen. Von den Malediven aus war eigens ein Kreuzfahrtschiff in Richtung Indien gefahren, um die Sonnenfinsternis ein Stück zu begleiten. An Bord waren auch Wissenschaftler der indischen Weltraumagentur, die Messungen durchführen wollten. Mit einer Sonnenfinsternis verbindet sich in weiten Teilen Indiens Aberglaube. Viele Menschen trauen sich nicht nach draußen oder vermeiden es, zu kochen und zu essen.
Was die Himmelsgucker sahen, war eine Feuerkranz-Sonnenfinsternis. Dabei schiebt sich der Mond zwar vor die Sonne. Weil der Erdtrabant aber am irdischen Himmel gerade besonders klein und die Sonne besonders groß erscheint, kann er die Sonnenscheibe nicht komplett verdecken. Sichtbar bleibt der Feuerkranz. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA ist erst im Jahr 3043 eine längere ringförmige Sonnenfinsternis zu erwarten.



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