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Aus aller Welt

Touristenstadt Dali

Trendwende: Regierung unterstützt Schwulenbar in China

Bis 1997 stand Homosexualität in China noch unter Strafe. In Dali ist die erste von der Regierung unterstützte Schwulenbar eröffnet worden.

Die erste Schwulenbar in China, die von der Regierung unterstützt wird. Bis 1997 stand Homosexualität noch unter Strafe.
Foto: AFP

Peking. Die erste von der Regierung in Peking unterstützte Schwulenbar ist in der Touristenstadt Dali in der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas eröffnet worden. Wie die hinter der Initiative stehende örtliche Vereinigung zur Aidsvorbeugung am Sonntag mitteilte, soll die Bar zu einem Treffpunkt für Homosexuelle werden, in dem sie sich in entspannter Atmosphäre über die Prävention der Immunschwächekrankheit informieren können.

Ursprünglich sollte die Bar ihre Türen bereits am Welt-Aidstag am 1. Dezember öffnen. Wegen des Medienspektakels an diesem Tag beschlossen die ehrenamtlichen Mitarbeiter jedoch, den Eröffnungstermin zu verschieben, wie der Gründer der Vereinigung, der Arzt Zhang Jianbo, der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Homosexualität war in China lange Zeit ein Tabuthema. Erst seit 1997 steht gleichgeschlechtliche Sexualität in der Volksrepublik nicht mehr unter Strafe. Allerdings galt Homosexualität in China noch bis 2001 als Geisteskrankheit. Die amtliche Zeitung „China Daily“ hatte 2005 berichtet, in China gebe es bis zu 30 Millionen Schwule und Lesben.

 

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