Nach verheerenden Überschwemmungen
Nordwesten Englands drohen erneut heftige Niederschläge
Nach Überschwemmungen droht dem Nordwesten Englands erneut Regen. Die Versicherungen rechnen schon jetzt mit Millionenschäden.
Gerade sind die ersten Schäden der Überschwemmung in England beseitigt, werden im Nordwesten schon wieder Regengüsse erwartet.
Foto: REUTERS
Cockermouth. Nach den verheerenden Überschwemmungen im Nordwesten Englands drohen in den betroffenen Regionen weitere Niederschläge. Es sei wieder mit schlechtem Wetter zu rechnen, sagte ein Behördensprecher am Samstag. In der Nacht zum Freitag war mehr Regen gefallen, als jemals zuvor in der Region gemessen wurde. Experten sprachen in britischen Medien von einer Niederschlagsmenge, die nur einmal alle 500 Jahre vorkomme.
Bei den Überschwemmungen war in der Grafschaft Cumbria ein Polizist ums Leben gekommen. Polizeiangaben zufolge gab es keine weiteren Vermissten. Etwa 75 Menschen hatten die Nacht zum Samstag in Notunterkünften verbringen müssen, hunderte waren bei Verwandten oder Freunden untergekommen.
In der am stärksten betroffenen Ortschaft Cockermouth kehrte am Samstag zunächst langsam wieder etwas Normalität ein. Ein Behördensprecher sagte, einige Familien könnten möglicherweise in ihre Häuser zurückkehren, um die Schäden zu begutachten. Auch könne mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Etwa 1100 Häuser wurden durch die von den heftigen Regenfällen verursachten Überschwemmungen in Cumbria beschädigt, vier Brücken zerstört. Versicherungen schätzen Medien zufolge die Schäden auf umgerechnet 56 bis 112 Millionen Euro.
Premierminister Gordon Brown machte sich am Samstag in der Region selbst ein Bild von der Lage. In der Stadt Penrith lobte er die Einsatzkräfte für ihre Arbeit. Das ganze Land sei stolz auf ihren Einsatz angesichts der „Regenfälle, die zu den stärksten gehören, die unser Land je gesehen hat“. Königin Elizabeth II. lobte die Rettungskräfte für ihren „selbstlosen Einsatz“ und sprach all denjenigen ihr Bedauern aus, die von den Überschwemmungen betroffen sind.



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