Die HSH Nordbank will sich angeblich von zwei Vorständen trennen, die für verlustreiche Milliardengeschäfte verantwortlich sein sollen.

Laut Medienberichten soll Aufsichtsratschef Hilmar Kopper auf einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums am Dienstag beschließen lassen, dass die Verträge mit zwei HSH-Vorständen aufgelöst werden.
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Hamburg. Der Aufsichtsrat der kriselnden HSH Nordbank will sich angeblich von zwei Vorständen trennen, die maßgeblich für verlustreiche Milliardengeschäfte verantwortlich sein sollen. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ vorab berichtet, will Aufsichtsratschef Hilmar Kopper auf einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums am Dienstag beschließen lassen, dass die Verträge des stellvertretenden Vorsitzenden Peter Rieck und des Kapitalmarktvorstandes Jochen Friedrich aufgelöst werden. Grundlage für die geplante Entlassung sei ein Gutachten der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer über Verfehlungen bei Geschäften der Bank.
Bei den Milliardendeals Omega 52 und Omega 55 wurden dem Blatt zufolge hohe Risiken vorübergehend ausgelagert. Auf diese Engagements musste die HSH später 517,3 Millionen Euro abschreiben. Die beiden Vorstände sollen dafür die Hauptverantwortung tragen.
Die Gutachter hätten Rieck und Friedrich „erhebliche Sorgfaltspflichtverletzungen“ bei diesen Geschäften bescheinigt, schrieb das Magazin. Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher, der Omega 55 mit unterzeichnet hatte, werde hingegen im Wesentlichen entlastet. Er sei erst wenige Wochen im Amt gewesen und habe den Deal daher nicht überschauen können, hätten die Gutachter argumentiert.
Nachdem die Trennung der HSH Nordbank von zwei Vorständen publik wurde, hat der künftige Grünen-Obmann im Kieler HSH-Untersuchungsausschuss, Thorsten Fürter, weitere Konsequenzen gefordert. „Wenn sie verantwortlich sind, muss der Wirtschaftsminister gucken, ob wir sie in Regress nehmen können“, sagte er am Rande des Parteitags der Nord-Grünen am Samstag in Kiel. Das Magazin „Focus“ hatte berichtet, dass sich der Aufsichtsrat der Bank von den Vorständen Peter Rieck und Jochen Friedrich trennen will. Sie sollen ihre Sorgfaltspflichten verletzt haben. Grundlage für die geplante Auflösung der Verträge sei ein Gutachten.















